Presseinformation der KZVB vom 20.09.2002

Ersatzkassen lenken ein

Einstweilige Verfügung ist weg / Kassenzahnärzte erwarten jetzt Rücknahme der Entzugsverfahren

München/Nürnberg/Regensburg


Im Honorarstreit mit den bayerischen Zahnärzten scheinen die Ersatzkassen jetzt auf dem Rückzug. So hat der stellvertretende Vorsitzende der Ersatzkassenverbände in Bayern, Dr. Sergej Saizew, am Donnerstag abend seinen Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung zurückgezogen.

Dr. Rolf-Jürgen Löffler, 1. Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB), sieht darin "ein erstes Zeichen für Entspannung". Noch am Donnerstag vormittag hatte der Ersatzkassen-Vize Saizew versucht, gerichtlich auch gegen Zahnarztvereine im Raum Nürnberg und Fürstenfeldbruck vorzugehen, um mißliebige Anzeigen zum Thema Ersatzkassenbeiträge und Versorgungsengpässe in Bayern zu unterbinden.

Den zentralen Hintergrund bildet das Zitat anläßlich der KZVB-Pressekonferenz vom 3. September von Saizew: "Wir sind stolz darauf, daß wir das Geld in die anderen Bundesländer überweisen, weil das ist Solidarität." Trotz Videoaufzeichnung hatte Saizew bis zuletzt bestritten, dies geäußert zu haben.

KZVB-Chef Löffler hofft, "daß jetzt auch bei den Ersatzkassen die Vernunft einzieht und der VdAK im Interesse der Versicherten wieder an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Allerdings muß das Kesseltreiben der Ersatzkassen unter dem Schutz des rot-grünen Bundesministeriums für Gesundheit gegen die Zahnärzte und anderen Heilberufe, die ihre Meinung äußern, ein Ende haben", so der KZVB-Vorsitzende mit Blick auf die noch laufenden Entzugsverfahren in der Oberpfalz.

Für Rückfragen:

Hans Glatzl, Pressestelle der Bayerischen Zahnärzte,
Tel.: 089/72401-162, Fax: 089/72401-276, E-Mail: presse(at)kzvb.de

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