Presseinformation vom 20.09.2002

Gemeinsame Presseinformation der KZVB, des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte e.V., des Landesverbandes Bayern und der Bayerischen Landeszahnärztekammer    

Welle der Solidarität für Oberpfälzer Zahnärzte

Bayerns Zahnärzte solidarisieren sich mit den 201 vom Zulassungsentzug bedrohten Kolleginnen und Kollegen aus Regensburg und Amberg-Sulzbach

Aus allen Regionen Bayerns bekunden Zahnärzte ihre Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Oberpfalz. Unter Federführung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte - Landesverband Bayern - erscheinen in den kommenden Tagen grossflächige, von mehr als 650 bayerischen Zahnärzten privat finanzierte, Anzeigen in Oberpfälzer Tageszeitungen. Zahnärztliche Vereine aus Niederbayern, Schwaben und Franken kündigten ähnliche Solidaritätsbekundungen in ihren Bereichen an.

Die Unterzeichner der Solidaritätserklärung fordern die Ersatzkassen auf, zu vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Zahnärzten zurückzukehren und endlich ausreichende Mittel für die Behandlung der bayerischen Patienten zur Verfügung zu stellen. Dabei nehmen diese Zahnärzte auch den möglichen Entzug der eigenen Kassenzulassung in Kauf.

Die Gelder der Ersatzkassen (DAK, BEK, TKK, KKH, GEK u. a.) reichen für die notwendige zahnmedizinische Versorgung nicht aus. Darauf hatten die Zahnärzte aus der Oberpfalz in Anzeigen hingewiesen. Reaktion der Ersatzkassen: Sie drohten den 201 Vertragszahnärztinnen und -zahnärzten in und um Regensburg und Amberg-Sulzbach mit dem Entzug der Kassenzulassung. 200.000 Patienten der Region würden auf diese Weise ihren Zahnarzt verlieren.

"Die Ersatzkassen stehen allein, wenn sie die Existenz dieser Praxen und damit die Versorgung der Patienten gefährden", sagt Thomas Thyroff, bayerischer Landesvorsitzender des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte. "Die Primärkassen müssten ebenfalls einem Zulassungsentzug zustimmen. Die AOK, die Betriebskrankenkassen und andere haben aber längst genügend Finanzmittel für zahnärztliche Behandlungen in Bayern zur Verfügung gestellt".

Für Rückfragen:


Anita Wuttke, Pressestelle des FVDZ-Landesverbandes Bayern
Tel. (089) 72401-214, Fax. (089) 7231907, E-Mail: info(at)fvdz-bayern.de

 

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