Presseinformation der KZVB vom 21.01.2004
Zahnärzte: „Ordnung im Chaos“
Bayerische Zahnärzte mit klaren Vorgaben bei Kassengebühr und Kostenerstattung / Versorgungssicherheit und Qualität im Fokus
„Behandlungssicherheit für die Patienten und die rechtliche Absicherung unserer 8.000 vertragszahnärztlichen Praxen ist unsere zentrale Aufgabe“, umreißt Dr. Rolf-Jürgen Löffler, 1. Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB), das Ziel der Körperschaft „angesichts des Chaos, das die Politik mit der Kassengebühr angerichtet hat.“ Im Münchener Presseclub stellte sich heute die Spitze der bayerischen Zahnärzteschaft den Fragen der Journalisten mit einer ersten Zwischenbilanz.
KZVB-Chef Löffler betont, daß die Zahnpatienten über die Kassengebühr gut informiert sind. Die Bevölkerung weiß sehr genau, „daß dieses Geld leider nicht für die Behandlung zur Verfü-gung steht, sondern im Bürokratie-Dschungel des nicht mehr steuerbaren Systems einer menschenverachtenden Staatsmedizin verschwindet. Wir werden alles tun, um unsere Patienten darüber aufzuklären und klare Alternativen, wie die Forderung nach mehr Transparenz durch befundorientierte Festzuschüsse, durchzusetzen“, gibt sich Löffler kämpferisch.
Als „uneingeschränkt positiv“ bewertet der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ), vertreten durch seinen Landesvorsitzenden Thomas Thyroff, die Wahlmöglichkeit der Kostenerstattung. Kritik äußert das „politische Sprachrohr“ der 12.000 Zahnärzte im Freistaat an der „Verweigerungshaltung“ der Krankenkassen. Thyroff rät den Kassenversicherten, sich nach ent-sprechender Vereinbarung mit der Kasse künftig gegen Rechnung behandeln zu lassen. „Auf diese Weise entscheidet der Patient, welche Behandlungen er in Anspruch nehmen will und ist nicht den Leistungseinschränkungen der Krankenkassen unterworfen.“
Vorbeugung und Qualität zahlen sich aus
Auch die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) unterstützt diesen Weg, „den die Gesundheitsministerin ja extra eingeführt hat, um auch dem Kassenpatienten trotz Einschränkung der Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung alle Möglichkeiten einer modernen und innovativen Zahnheilkunde zu eröffnen“, wie BLZK-Vizepräsident Christian Berger anmerkt. So könne der Patient trotz Budgetierung, Rationierung und Leistungskürzung eine ihm angemessene Behandlung auf hohem Qualitätsniveau erhalten. Vorbeugung und Qualität haben ihren Preis. „Eine Qualitätsspirale nach unten wird es mit uns nicht geben“, so Berger.
Für Rückfragen:
Hans Glatzl, Pressestelle der Bayerischen Zahnärzte,
Tel.: (089) 72401-162, Fax: (089) 72401-276, E-Mail: H.Glatzl(at)kzvb.de


