Presseinformation der KZVB vom 27.11.2004

Bayerns Zahnärzte mit neuer Führung

Hauptamtlicher Vorstand bis 2010 gewählt/ Appell zur Zusammenarbeit über Fraktionsgrenzen

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns(KZVB) hat einen neuen Vorstand. Ohne Gegen-stimme wählten die Delegierten am Samstag in München den 57-jährigen Zahnarzt Dr. Janusz Rat aus München zum 1. Vorsitzenden. An der Seite steht ihm sein Kollege Dr. Martin Reißig, (60) aus Ingolstadt. Der neue Vorstand wird sein Amt zum Jahresbeginn 2005 antreten. Die Legislaturperiode beträgt sechs Jahre. Mit der Neuwahl endet in der KZVB ein mehrmonatiges „Interregnum“, das durch die Abwahl bzw. den Rücktritt des früheren Vorstandes hervorgerufen war. Seit Februar diesen Jahres wird die KZVB mit Unterbrechungen direkt durch die Staatsaufsicht mittels eines Kommissars , Dr. Maximilian Gaßner, vom bayerischen Sozialministerium noch bis zum 31.Dezember geführt.

Eine von 60 auf 24 Delegierte verkleinerte Vertreterversammlung(VV) als Parlament der rund 8.400 bayerischen Kassenzahnärzte gab am Samstag Nachmittag im Zahnärztehaus den Startschuß für die neue Amtsperiode der Selbstverwaltungskörperschaft. An der Spitze stehen mit Rat und Reißig ein erfahrenes Team, das für die nächsten sechs Jahre als Verhandlungspartner der Krankenkassen und Ansprechpartner des Ministeriums die Interessen der Kollegen im Freistaat vertreten wird.

Neubeginn wagen

Sowohl Rat als auch Reißig haben bereits in der Vergangenheit Ämter in der berufständischen Vertretung der Zahnärzte bekleidet. So zeichnete Rat als Vorstandsmitglied der bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) in den Jahren 1994 bis 2002 dort u.a. für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Reißig war bereits von 1990 bis 1993 Vorsitzender der KZVB. Die Neugewählten betonten übereinstimmend, die KZVB künftig noch stärker als Dienstleister für die Zahnärzte ausbauen zu wollen. Offenheit und Transparenz sollen nach dem Willen des designierten 1.Vorsitzenden den Umgang mit der zahnärztlichen Basis prägen. Dafür forderte er die VV zur Zusammenarbeit und Unterstützung auf. In einem 10-Punkteprogramm will sein Stellvertreter einen „Neubeginn wagen“, bei dem die Normalisierung der Beziehung zur Aufsicht und Krankenkassen ganz vorne auf der Agenda der KZVB stehen. „Im Zentrum unseres gemeinsamen Bemühens muß die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Patienten stehen“, so Reißig. Um die negativen Folgen des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes der Bundesregierung abzumildern, hofft Rat auf einen „bayerischen Weg im Schulterschluß mit Sozialministerin Christa Stewens“. Hier hätten die Vertragsverhandlungen der vergangenen Wochen durchaus positive Signals gesetzt, geben sich die neuen Chefs in der KZVB zuversichtlich.


Für Rückfragen:

Hans Glatzl, Pressestelle der Bayerischen Zahnärzte
Tel.: (089) 72401-162, Fax: (089) 72401-276, E-Mail: H.Glatzl(at)kzvb.de

 

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