Versand gescannter HKPs. Anträge im digitalen Genehmigungsprozess.

Die Liste der teilnehmenden Krankenkassen ist aktuell auf dem Stand vom 3.5.2021.

Scanverfahren im Einsatz

Nur mit ausgewählten Krankenkassen

Die KZVB erreichen vermehrt Anfragen, ob das sogenannte Scanverfahren von Heil- und Kostenplänen auch bei Betriebskrankenkassen (BKKen) angewandt werden darf. Da es nach wie vor keine Vereinbarung mit dem BKK-Landesverband gibt, ist bei dieser Kassenart auch das Scanverfahren nicht anwendbar. Die KZVB appelliert eindringlich an alle Kolleginnen und Kollegen, entsprechende Anfragen von BKKen abzulehnen. Auch einseitige Erklärungen von BKKen ersetzen keinen Vertrag!

Für die Bema-Teile 2 bis 5 schreibt der Bundesmantelvertrag-Zahnärzte (BMV-Z) eine vorherige Genehmigung/Kostenübernahme durch die Krankenkassen vor (vgl. § 4 Abs. 1 BMV-Z). Die zu verwendenden Formulare und das Verfahren ergeben sich aus den Bestimmungen in verschiedenen Anlagen zum BMV-Z. Ein Genehmigungsvermerk ist zwingend auf dem Original des vom Zahnarzt erstellten Heil- und Kostenplans (HKP) aufzubringen, und der HKP wieder im Original an den Zahnarzt zu übersenden.

Die KZVB hat jedoch mit mehreren großen Krankenkassen als Übergangslösung bis zur Umsetzung des elektronischen Beantragungs- und Genehmigungsverfahren die Einführung von Scanlösungen vereinbart. Eine Übersicht finden Sie in der Tabelle.

Nur die aufgeführten Krankenkassen sind befugt, gedruckte HKP und Behandlungspläne nach Eingang zu scannen. Die Genehmigung/Kostenübernahme erfolgt dann auf dem Scan. Dieser wird anschließend postalisch zurückgeschickt. Die Vereinbarungen der KZVB zum Scanverfahren geben Ihnen und Ihren Patienten die Honorarsicherheit und Abrechnungsklarheit.

Da es mit den BKKen keine Vereinbarung zum Scanverfahren gibt, dürfen diese Kassen das Scanverfahren nicht eigenmächtig einfordern. Einseitige Erklärungen von Betriebskrankenkassen gegenüber der Praxis oder dem Patienten ersetzen auf keinen Fall die Vereinbarung zum Scanverfahren mit der KZVB.

Scan von HKPs anstelle eines Originals im Genehmigungsverfahren

Diese Liste entspricht dem Stand vom 3.5.2021. Wir haben zuletzt bei der TK den Bema-Bereich KFO ergänzt.

KrankenkasseBema-Bereich im Scanverfahren
AOK BayernZEKBKFOPAR
BARMER KB PAR
BIG direkt gesundZEKBKFOPAR
DAKZEKBKFOPAR
KKHZEKBKFOPAR
KNAPPSCHAFTZEKBKFOPAR
TK KBKFOPAR

AOK

Diese Vereinbarung gilt auch für AOKs, die nicht in Bayern ansässig sind.
(Fremdkassen: Sitz der Praxis ist in Bayern. Patient ist bei einer außerbayerischen AOK versichert.)


Ergänzende Hinweise für die AOK Bayern:

  • Bitte senden Sie Ihren kompletten Postversand für die AOK Bayern weiterhin und ausschließlich an das für Sie zuständige Fachteam.
  • Für das Genehmigungsverfahren benötigt die AOK Bayern den Heil- und Kostenplan (HKP) Teil 1 plus ggf. HKP Teil 2 (bei gleich- und/oder andersartigen Versorgungen) nur in einfacher Ausfertigung. Die Genehmigung erfolgt wie bisher nur auf einem Behandlungsplan. Auf die Durchschläge und Mehrfachausfertigungen kann deshalb beim Zahnersatz ab sofort verzichtet werden.
  • Alle genehmigten ZE-Heil- und Kostenpläne inklusive aller Anlagen werden seit dem 15.09.2020 ausschließlich an die Versicherten der AOK Bayern zurückgeschickt. Dies muss aus datenschutzrechtlichen Gründen so erfolgen.
  • Aufkleber und Notizzettel verzögern die Bearbeitung des Planes beträchtlich. Falls erforderlich, nutzen Sie ein zusätzliches DIN A4-Blatt für Informationen an die Krankenkasse. Tackern Sie die Blätter keinesfalls zusammen, nutzen Sie ausschließlich Büroklammern.
  • Übersenden Sie keine Patienten-Bonushefte an die AOK. Die AOK Bayern vertraut weiterhin auf die korrekten Angaben der Zahnarztpraxen im Feld Bemerkungen und akzeptiert die dort angegebene Bonushöhe mit Ausnahme bei Härtefällen. Aus rechtlichen Gründen kann die Prüfung eines Härtefalles nur nach Antragstellung des Versicherten erfolgen. Hinweise zum Härtefall durch die Zahnarztpraxen sind also zwecklos. Den Härtefallantrag muss der Patient stellen. Bitte verweisen Sie hier Ihre Patienten an die zuständigen Servicestellen der AOK Bayern.