Versand gescannter HKPs. Anträge im digitalen Genehmigungsprozess.

Die Liste der teilnehmenden Krankenkasse ist aktuell auf dem Stand vom 15.12.2020.

Scanverfahren im Einsatz:

Für die Bema-Teile 2 bis 5 schreibt der Bundesmantelvertrag-Zahnärzte (BMV-Z) eine vorherige Genehmigung/Kostenübernahme durch die Krankenkassen vor (vgl. § 4 Abs. 1 BMV-Z). Die zu verwendenden Formulare und das Verfahren ergeben sich aus den Bestimmungen in verschiedenen Anlagen zum BMV-Z. Ein Genehmigungsvermerk ist zwingend auf dem Original des vom Zahnarzt erstellten Heil- und Kostenplans (HKP) aufzubringen, und der HKP wieder im Original an den Zahnarzt zu übersenden.

Einige Krankenkassen streben als Übergangslösung bis zur Umsetzung des elektronischen Beantragungs- und Genehmigungsverfahren die Einführung von Scanlösungen an. Sie wollen HKP nach dem Eingang scannen und mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen. Anschließend soll die Genehmigung/Kostenübernahme auf dem gescannten Behandlungsplan mit einem digitalen Stempel sowie einer eingescannten Unterschrift versehen und anschließend postalisch an die betreffende Zahnarztpraxis versandt werden.

Dies kann jedoch nicht ohne vertragliche Vereinbarung mit der KZVB erfolgen. Die KZVB stellt Ihnen hier eine Übersicht der Krankenkassen zur Verfügung, mit denen entsprechende vertragliche Regelungen bestehen. Bei allen anderen Krankenkassen gilt weiterhin das bisher übliche Verfahren mit dem Original-HKP.

Scan von HKPs anstelle eines Originals im Genehmigungsverfahren

KrankenkasseBema-Bereich im Scanverfahren
AOK BayernZEKBKFOPAR
BARMER KB PAR
BIG direkt gesundZEKBKFOPAR
DAK KB PAR
KKHZEKBKFOPAR
KNAPPSCHAFTZEKBKFOPAR
TK KB PAR

AOK

Diese Vereinbarung gilt auch für AOKs, die nicht in Bayern ansässig sind.
(Fremdkassen: Sitz der Praxis ist in Bayern. Patient ist bei einer außerbayerischen AOK versichert.)


Ergänzende Hinweise für die AOK Bayern:

  • Bitte senden Sie Ihren kompletten Postversand für die AOK Bayern weiterhin und ausschließlich an das für Sie zuständige Fachteam.
  • Für das Genehmigungsverfahren benötigt die AOK Bayern den Heil- und Kostenplan (HKP) Teil 1 plus ggf. HKP Teil 2 (bei gleich- und/oder andersartigen Versorgungen) nur in einfacher Ausfertigung. Die Genehmigung erfolgt wie bisher nur auf einem Behandlungsplan. Auf die Durchschläge und Mehrfachausfertigungen kann deshalb beim Zahnersatz ab sofort verzichtet werden.
  • Alle genehmigten ZE-Heil- und Kostenpläne inklusive aller Anlagen werden seit dem 15.09.2020 ausschließlich an die Versicherten der AOK Bayern zurückgeschickt. Dies muss aus datenschutzrechtlichen Gründen so erfolgen.
  • Aufkleber und Notizzettel verzögern die Bearbeitung des Planes beträchtlich. Falls erforderlich, nutzen Sie ein zusätzliches DIN A4-Blatt für Informationen an die Krankenkasse. Tackern Sie die Blätter keinesfalls zusammen, nutzen Sie ausschließlich Büroklammern.
  • Übersenden Sie keine Patienten-Bonushefte an die AOK. Die AOK Bayern vertraut weiterhin auf die korrekten Angaben der Zahnarztpraxen im Feld Bemerkungen und akzeptiert die dort angegebene Bonushöhe mit Ausnahme bei Härtefällen. Aus rechtlichen Gründen kann die Prüfung eines Härtefalles nur nach Antragstellung des Versicherten erfolgen. Hinweise zum Härtefall durch die Zahnarztpraxen sind also zwecklos. Den Härtefallantrag muss der Patient stellen. Bitte verweisen Sie hier Ihre Patienten an die zuständigen Servicestellen der AOK Bayern.