Bonusheft - Nachweis von Zahngesundheitsuntersuchungen

Keine Zuschüsse verschenken

Der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung zufolge machen 55 Prozent der Patienten, die Zahnersatz bekommen, Gebrauch vom Bonus aus dem Heftchen.

Viele Versicherte verschenken jedoch Zuschüsse, weil die Bonushefte nicht regelmäßig geführt werden. Sie wissen nicht, dass sie lückenlos über fünf Jahre einen jährlichen Zahnarztbesuch nachweisen müssen, damit sich der Festzuschuss zum Zahnersatz erhöht.

 


Einmal im Jahr ist Pflicht

Wenn Sie Ihre Zähne regelmäßig von Ihrem Zahnarzt untersuchen lassen, hat das mehrere Vorteile: Er kann Schäden an Ihren Zähnen, die noch gar keine Schmerzen verursachen, feststellen und gleich versorgen. Das erspart Ihnen Zahnschmerzen. Bei Kindern und Jugendlichen führt der Zahnarzt eine sogenannte Individualprophylaxe (IP) durch, bei Erwachsenen eine zahnärztliche Untersuchung.
 

Das Bonusheft, das 1989 eingeführt wurde, ist nach wie vor bares Geld wert.

Sie erhalten bei Zahnersatz und Zahnkronen von Ihrer Krankenkasse zusätzlich zum Kassenanteil einen Bonus, wenn
 

  • Sie sich nach Vollendung des 18. Lebensjahres wenigstens einmal in jedem Kalenderjahr zahnärztlich untersuchen lassen haben
     
  • Sie bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres die Individualprophylaxe –
    Untersuchungen in jedem Kalenderhalbjahr in Anspruch genommen haben.

    Wichtig: Der Gebisszustand muß regelmäßige Zahnpflege erkennen lassen.
     

Der Kassenanteil erhöht sich um 20 Prozent, wenn die gesetzlich vorgesehenen Untersuchungen ohne Unterbrechung in den letzten fünf Jahren nachgewiesen werden. Können Sie sogar regelmäßige Zahnarztbesuche in den vergangenen zehn Jahren belegen, erhalten Sie einen um 30 Prozent höheren Festzuschuss.*

Fehlt allerdings nur ein Bonus-Eintrag, sind alle bisher gesammelten Stempel wertlos.


Änderungen durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz

In begründeten Ausnahmefällen soll das einmalige Versäumen einer Vorsorgeuntersuchung für die Bonusregelung bei Zahnersatz folgenlos bleiben.

*Durch das im Mai 2019 inkrafttretende Terminservice- und Versorgungsgesetz steigen die Boni, die die Versicherten erhalten, die mit ihrem Bonus-Heft die regelmäßige Inanspruchnahme zahnärztlicher Vorsorgeuntersuchungen nachweisen können, von 60 bzw. 65 Prozent auf 70 bzw. 75 Prozent.