Bonusheft - Nachweis von Zahngesundheitsuntersuchungen

Keine Zuschüsse verschenken

Viele Versicherte verschenken Festzuschüsse zum Zahnersatz, weil sie ihr Bonusheft nicht regelmäßig abstempeln lassen.


Profitieren Sie von regelmäßigen Untersuchungen

Seit 2005 erhalten die Patienten bei einer medizinisch notwendigen Versorgung mit Zahnersatz befundbezogene Festzuschüsse.
Diese erhöhen sich mit den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt.
Er kann frühzeitig Schäden an Ihren Zähnen feststellen und versorgen. Das erspart Ihnen Zahnschmerzen.

Bei Kindern und Jugendlichen führt der Zahnarzt eine sogenannte Individualprophylaxe (IP) durch, bei Erwachsenen eine zahnärztliche Untersuchung.

In welchen Abständen sollen sich Patienten untersuchen lassen?

Kinder und Jugendliche müssen eine Vorsorgeuntersuchung pro Kalenderhalbjahr durchführen lassen. Zwischen den Untersuchungen muss ein Abstand von mindestens vier Monaten liegen. Der Vertragszahnarzt händigt jedem Versicherten, der das 12. Lebensjahr vollendet hat, ein Bonusheft aus. Die Ausgabe des Bonusheftes vermerkt er in den Patientenaufzeichnungen. Bei Versicherten, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, trägt er für jedes Kalenderhalbjahr das Datum des Mundhygienestatus ein.
Bei Erwachsenen gilt eine Untersuchung im Kalenderjahr als regelmäßig. Bei Versicherten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, trägt der Zahnarzt jährlich das Datum einer zahnärztlichen Untersuchung in das Bonusheft ein. Die Einträge sind mit Zahnarzt-Stempel und Unterschrift zu versehen.

Wichtig: Der Gebisszustand muss regelmäßige Zahnpflege erkennen lassen.

Das Bonusheft ist bares Geld wert:
Wer die gesetzlich vorgesehenen Untersuchungen ohne Unterbrechung in den letzten fünf Jahren nachweisen kann, erhält 20 Prozent auf den befundorientierten Festzuschuss. Wer mit dem Bonusheft den regelmäßigen Zahnarztbesuch und Vorsorge über zehn Jahre nachweist, kann mit bis zu 30 Prozent rechnen.

Fehlt allerdings nur ein Bonus-Eintrag, sind alle bisher gesammelten Stempel wertlos.

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz sieht dafür Ausnahmefälle vor:

In begründeten Ausnahmefällen soll das einmalige Versäumen einer Vorsorgeuntersuchung für die Bonusregelung bei Zahnersatz folgenlos bleiben.

 

Fragen zum Bonusheft?

Haben Sie Fragen zum Bonusheft oder zu Festzuschüssen bei Zahnersatz?
Zu den häufigsten Fragen zählen das richtige Vorgehen bei Verlust des Bonusheftes, fehlenden Stempeln sowie dem Umzug von Patient oder Zahnarzt:, teilt die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung mit. Deswegen hat sie eine Patienteninformation zum Thema Bonusheft erstellt.

Haben Sie darüber hinausgehende Fragen?
Dann wenden Sie sich an unsere Patientenberatungsstelle

Hinweis: ab dem 1. Oktober 2020 gibt es höhere Festzuschüsse und Boni

Im Kontext des am 11.05.2019 in Kraft getretenen Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wird sich ab 01.10.2020 die ZE-Festzuschusssystematik ändern. Die Festzuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen werden zum 01.10.2020 von derzeit 50 auf dann 60 Prozent erhöht. Patienten, die regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt wahrnehmen und dabei ihr Bonusheft abstempeln lassen, erhalten von ihrer Kasse einen höheren Zuschuss zum Zahnersatz. Ist das Bonusheft fünf Jahre lang lückenlos geführt, erhöht sich der Festzuschuss von bisher 60 auf 70 Prozent, nach zehn Jahren von bisher 65 auf 75 Prozent. Die Regelung gilt für alle Heil- und Kostenpläne, die ab dem 01.10.2020 aufgestellt werden.