Gesunde Kinderzähne

Das gelbe ärztliche Kinderuntersuchungsheft wurde umgestaltet.

Ab Juli 2019 kommen drei zusätzliche zahnärztliche Frühuntersuchungen für Kleinkinder vom sechsten bis zum 33. Lebensmonat dazu sowie der Anspruch auf Anwendung von Fluoridlacken.
Lokale Fluoridierungen sind im Rahmen der Frühuntersuchungen in den Praxen möglich.

0 - 2 Jahre: Milchzähne
Ein Baby hat schon vor der Geburt 20 Zähne, die noch im Kiefer versteckt sind. Um den sechsten Lebensmonat herum erscheint das erste Zähnchen. Wenn das Kind drei Jahre als ist, sind normalerweise alle 20 Zähne da. 

6 bis 8 Jahre: Zahnwechsel
Der erste Wackelzahn ist ein unübersehbares Signal: Die Milchzähne werden von den bleibenden Zähnen verdrängt.

Der Durchbruch der ersten großen Backenzähne erfolgt gewöhnlich unauffällig, da sie hinter der Milchzahnreihe heranwachsen und keinen Vorgänger hinauswerfen müssen. Sind alle Backenzähne durchgebrochen, empfiehlt sich ein Besuch beim Zahnarzt: Er kann die Grübchen (Fissuren) in den Kauflächen mit einer dünnen Kunststoffschicht versiegeln – sie schützt vor Karies. Die Fissurenversiegelung können gesetzlich versicherte Patienten im Alter zwischen 6 und 17 Jahren zuzahlungsfrei in Anspruch nehmen dürfen.

Ausführliche Informationen: https://www.kzbv.de/fissurenversiegelung.66.de.html

 

8 bis 12 Jahre
Normalerweise ist das bleibende Gebiss im Alter von zwölfeinhalb Jahren vollständig – abgesehen von den Weisheitszähnen.

Informationen zur Zahnpflege: https://www.kzbv.de/zahnpflege-bei-kindern.49.de.html

Zahnrettung für ausgeschlagene Zähne

Mehr als 50 Prozent aller Jugendlichen erleiden bis zu ihrem 17. Lebensjahr einen Unfall mit einer Verletzung der Zähne (Zahntrauma). So verlieren Jugendliche heute weit mehr Zähne durch einen Unfall als durch Karies. Das müsste nicht sein: Ausgeschlagene Zähne kann der Zahnarzt wieder einsetzen – wenn sie richtig gelagert werden. Ärzte haben eine Flüssigkeit entwickelt, in der ein Zahn mindestens 24 Stunden in einer sogenannten Zahnrettungsbox überleben kann. Die Spezialflüssigkeit enthält alles, was Zähne und vor allem die empfindlichen Wurzelzellen zum Überleben brauchen.

„Ein Zahn hängt am Kiefer wie ein Bungee-Springer am Seil“, erklärt Professor Dr. Christian Splieth, Zahnmediziner an der Universität Greifswald. Spezielle Zellen auf der Wurzel produzieren eine Art Zement, der die Befestigung für das „Bungeeseil“ am Zahn bildet. Andere Zellen stellen dieses Seil her, also die Verbindung zum Knochen. Ohne spezielles Lagermedium haben die Zellen kaum eine Chance. „Ganz schlecht ist es, den Zahn in ein Taschentuch einzuwickeln“, warnt Professor Filippi, Oralchirurg an der Universität Basel. „Dann sind die Zellen an der Wurzel sofort tot.“ Auch den Zahn bis zum Arztbesuch im Mund zu behalten, bringt nicht viel. Dort attackieren Bakterien die Wurzeloberfläche. Das passiert in H-Milch zwar nicht – aber auch darin kann ein Zahn höchstens zwei Stunden überleben.

Die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft für Zahngesundheit (LAGZ) erklärt, wie man sich im Ernstfall richtig verhält und mit der Zahnrettungsbox richtig umgeht unter www.lagz.de (LAGZ für Schulen / Erste Hilfe für die Zähne).

Weitere Informationen: https://www.lagz.de/lagz-fuer/eltern/#c412 (Zahnunfall)
 

 

Video zur Kinderzahnpflege

Ein zahngesundes Leben beginnt bereits im Säuglingsalter. Ein Video der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) zeigt, wie Sie die Zähne Ihres Kindes von Anfang an vor Karies schützen. Außerdem erfahren Sie hier, was Ihr Zahnarzt an Untersuchungen und Vorsorge zu bieten hat, damit die Kinderzähne auch gesund bleiben.
weiter zum Video der kzbv

Infos für Schulen und Kindergärten

Weitere Informationen für Schulen, Kindergärten und Eltern bietet die Landesarbeitsgemeinschaft für Zahnerhaltung e.V. (LAGZ).
www.lagz.de