Corona. Testung.

Unter gewissen Voraussetzungen.

Dürfen Zahnärzte auf COVID-19 testen?

Ja, jedoch nur unter gewissen Voraussetzungen!
Antigentests (sogenannte Schnelltests) dürfen sowohl beim Praxispersonal als auch bei Patienten durchgeführt werden. Der Unterschied liegt in der Art der Abrechnung.

Antigentest: Abrechnung beim Praxisteam nur über die KVB

Die Abrechnung der Schnelltests beim eigenen Praxispersonal erfolgt nämlich nicht über die KZVB, sondern über die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB). Zahnarztpraxen müssen sich hierfür lediglich bei der KBV als Nicht-Mitglied registrieren. Alle weiteren Informationen hierzu finden Sie unter folgendem Registrierungslink:  https://www.kvb.de/service/partner/coronatest-abrechnung-fuer-nichtmitglieder/

Antigentest: Abrechnung bei Patienten

Die Abrechnung der Antigen-Schnelltests bei Patienten ist jedoch eine reine Selbstzahler-Leistung. Nur wenn Zahnärzte vom Öffentlichen Gesundheitsdienst (Gesundheitsamt) mit der Testung beauftragt werden, kann dies wieder über die KVB abgerechnet werden.

Weitere Informationen zur aktuell gültigen Corona-Testverordnung finden Sie auf der Website der Bundes-KZV

 

Kostenloses Testangebot für Mitarbeiter

Mit Änderung des Infektionsschutzgesetzes sind Arbeitgeber nun dazu verpflichtet, jedem Mitarbeiter kostenlose Testangebote zu machen.
Als Einrichtungen, die „körpernahe Dienstleistungen“ erbringen, müssen daher auch Zahnärzte ihren Mitarbeitern zwei kostenlose Schnelltests pro Woche anbieten: Entweder in Form von Selbsttests oder durch das Angebot, sich in einem Testzentrum testen zu lassen. Die Kosten für die Tests gehen zu Lasten des Arbeitgebers.
Was für den Arbeitgeber Pflicht ist, stellt für Mitarbeiter jedoch eine freiwillige Option dar – für sie besteht keinerlei Testpflicht! Wer also beispielsweise bereits geimpft ist und aus diesem Grund verzichtet, ist nicht zu einem Test verpflichtet. Wichtig ist, dass der Praxisinhaber genau dokumentiert, dass er seinen Mitarbeitern ein entsprechendes Angebot gemacht hat und sie ggf. darauf verzichtet haben.
Sollten aufgrund von Lieferschwierigkeiten keine Tests erhältlich sein, akzeptiert der Gesetzgeber bis auf Weiteres auch eine Bestellbescheinigung als Nachweis.

 

Antigentest: Mögliche Risiken

Mit der Durchführung von Antigentests sind gewisse Risiken verbunden: Diese reichen von Haftungsfragen bis hin zu einer möglichen Quarantäne bei einem positiven Befund. BLZK und KZVB sehen daher die Durchführung von Antigentests in den Zahnarztpraxen kritisch. Bei einem positiven Befund muss der Zahnarzt den Nachweis erbringen, dass beim Abstrich die komplette vorgeschriebene Schutzausrüstung inklusive eines virensicheren Schutzanzugs (wie in Testzentren) getragen wurde. Als „Kontaktperson der Kategorie 1“, die mit Sekreten direkt in Kontakt gekommen ist, könnte andernfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet werden.
Auf der Website der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema Hygiene- und Schutzmaßnahmen in der Zahnarztpraxis. Die Kammer bietet ebenfalls eine Übersicht zu den Konstellationen zur Testung.

 

Übersicht über zugelassene Antigentests

Eine Liste der zugelassenen Tests steht auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte

Die Bundes-KZV hat ein Schaubild zur Coronavirus-Testverordnung veröffentlicht.

Bescheinigungen zum Download

Antigentests: Muster für eine Bestätigung des negativen Testergebnisses
Ein positives Testergebnis muss durch einen PCR-Test unter ärztlicher Aufsicht bestätigt werden.