Stichwortregister



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ABRECHNUNGSMAPPE

Die Abrechnungsmappe enthält neben der Leistungsbeschreibung und den offiziellen Abrechnungsbestimmungen zu den einzelnen Leistungspositionen des Bema (einheitlicher Bewertungsmaßstab für vertragszahnärztliche Leistungen) auch KZVB-interne (Abrechnungs-)Hinweise sowie die Behandlungsrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses und Auszüge aus der GOZ und GOÄ. Eine sorgfältige Lektüre der Abrechnungsmappe lohnt sich deshalb. Die Abrechnungsmappe kann online eingesehen werden.

 


ARZNEIMITTELREGRESS

Nicht nur die Honoraranforderungen sondern auch die verordneten Arzneimittel unterliegen dem Wirtschaftlichkeitsgebot und damit auch der Wirtschaftlichkeitsprüfung. Nähere Einzelheiten zur Namens- oder p.c.-Verordnung finden Sie in der Abrechnungsmappe unter Info 4 sowie im Handbuch zur Verordnungsweise.

Nach § 34 SGB V gehören nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht zum Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung. Insbesondere auch bei fachfremden Verordnungen besteht die Gefahr des Regresses, der letztlich dazu führt, dass die Arzneimittel vom verordnenden Zahnarzt aus eigener Tasche gezahlt werden.

Einen Regress kann man insbesondere durch eine gute Dokumentation des Verordnungsanlasses abwenden.

Weitere Auskünfte erteilt der Leiter der Geschäftsstelle der Wirtschaftlichkeitsprüfungs-Ausschüsse, Nikolai Schediwy, Tel.: 089 / 724 01-280.


ASSISTENTENRICHTLINIEN

Die Voraussetzungen für die Beschäftigung von Vorbereitungs- (Ausbildungs-), Entlastungs- oder Weiterbildungsassistenten sind gesetzlich nur kursorisch geregelt (§ 95 Abs. 9 SGB V;§ 32 Zulassungsverordnung). Viele KZVen haben deshalb ergänzende Assistentenrichtlinien verabschiedet. Damit soll eine einheitliche Genehmigungspraxis sichergestellt und Regelungslücken geschlossen werden.

Die Assistentenrichtlinien der KZVB sind in der „blauen Vertragsmappe“ im Abschnitt B II 9 abgedruckt. Die Richtlinien gelten nur für den vertragszahnärztlichen Bereich. Für die Genehmigung von Vorbereitungs-, Entlastungs- oder Weiterbildungsassistenten sind die örtlichen Bezirksstellen der KZVB zuständig; bei angestellten Zahnärzten der Zulassungsausschuss.
Da eine nicht genehmigte Beschäftigung eines Assistenten weitreichende Konsequenzen auslösen kann, sollte sorgfältig auf eine ordnungsgemäße Genehmigung geachtet werden. Nach einer dreijährigen Zulassung kann jeder Zahnarzt grundsätzlich ganztags einen Vorbereitungsassistenten beschäftigen. Die Vorbereitungszeit von Ausbildungsassistenten kann auf vier Jahre ausgeweitet werden.

Neben einem bereits vom Zulassungsausschuss genehmigten angestellten Zahnarzt kann als zweiter Assistent nur ein Vorbereitungs- oder Entlastungsassistent genehmigt werden. Sind zwei vollzeitig angestellte Zahnärzte genehmigt, ist keine weitere Genehmigung eines Assistenten möglich. Jede Genehmigung eines Assistenten durch die KZVB-Bezirksstelle wird deshalb mit dem Vorbehalt erteilt, dass die Genehmigung erlischt, wenn der Zulassungsausschuss eine Genehmigung nach § 32 b ZÄ-ZV ausspricht und dadurch die Obergrenze von zwei – beziehungsweise bei Teilzulassung eines ganztags beschäftigten Assistenten oder angestellten Zahnärzten überschritten wird. Zuerst erlischt die zuletzt erteilte Assistentengenehmigung.


AUFKLÄRUNGSPFLICHT

Die Pflicht zur Aufklärung des Patienten ist ein wichtiger Teil des (zahn-)ärztlichen Behandlungsvertrages und wird in der Praxis leider oft vernachlässigt. Sie gilt für Privatpatienten genauso wie für gesetzlich Versicherte. Eine möglichst ausführliche Dokumentation der erfolgten Aufklärungen ist insbesondere unter forensischen Gesichtspunkten wichtig.

Stichworte zu der Aufklärungspflicht sind dabei unter anderem Diagnoseaufklärung, Aufklärung über Art und Umfang von Behandlungsmaßnahmen, die Aufklärung über Risiken der Behandlung und die Aufklärung über alternative Behandlungsmaßnahmen, um nur die wichtigsten zu nennen. Bei Anästhesiemaßnahmen sollte der Patient auf eine verminderte Reaktionsfähigkeit (zum Beispiel im Straßenverkehr) hingewiesen werden.

Wesentlich ist auch der Zeitpunkt der Patientenaufklärung: je schwerwiegender die Behandlungsmaßnahme desto früher die Aufklärung des Patienten, etwa über Risiken der Behandlung.

Vorsicht: bei der Aufklärung über Versicherungs- und Finanzfragen; zwar sollte der (Zahn-)arzt grundsätzlich auch über solche Fragestellungen aufklären; im Zweifel muss jedoch der Patient Versicherungsfragen selbst mit seiner Krankenversicherung abklären.