eAU. KIM.

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung übermitteln - Patientendaten sicher digital austauschen.

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), das Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) sowie das Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) sahen die verpflichtende Übermittlung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) zum 1. Januar 2021 vor. Da noch nicht alle technischen Voraussetzungen erfüllt sind, gibt es eine Übergangsfrist bis 30. September 2021. Um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, sollten die Zahnärzte im Laufe des zweiten Quartals die dafür notwendigen Vorkehrungen treffen.

Wer eine eAU ausstellen möchte, braucht den eHBA dafür:

Haben Sie das Ausgabeverfahren der BLZK abgeschlossen und den eHBA vom Vertrauensdiensteanbieter erhalten?
Dann müssen Sie ihn vor der ersten Nutzung aktivieren.

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung - eAU

Ab dem 1. Oktober 2021 muss die eAU verpflichtend in jeder Praxis angewendet werden. 

Vorerst kann die AU mit den bekannten Vordrucken an die Krankenkasse übermittelt werden. 

Hinweise zur erforderlichen Ausstattung: Neben dem Konnektor benötigen Sie den Dienst Kommunikation im Medizinwesen (KIM) sowie mindestens einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), der für die qualifizierte elektronische Unterschrift (QES) auf der eAU zwingend erforderlich ist. Bei der Einführung von KIM unterstützt Sie der Dienstleister, der Ihr PVS betreut. 

Folgende Vorkehrungen sind notwendig:

1. Die Praxis muss an die Telematik-Infrastruktur angeschlossen sein.

2. Sie benötigen einen eHealthKonnektor oder bei Vorhalten der älteren Generation des VSDM-Konnektors das eHealthUpdate.

3. Sie brauchen einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), um die eAU elektronisch signieren zu können. Falls noch nicht erfolgt, sollten Sie diesen umgehend bei der BLZK beantragen. Das Antragsverfahren wird auf blzk.de beschrieben. Aufgrund der hohen Nachfrage kann es zu längeren Wartezeiten bei der Auslieferung der eHBA kommen. Der eHBA ist die Voraussetzung für die qualifizierte Signatur, also das elektronische Pendant zur handschriftlichen Unterschrift. Der eHBA und die im eHealthKonnektor integrierten QES-Funktionen ordnen die digitale Unterschrift eindeutig einem Zahnarzt zu. Mit dem Praxisausweis (SMC-B) ist keine qualifizierte elektronische Signatur möglich.

4. Zur Übermittlung der eAU müssen Sie im Übrigen über die Anwendung KIM verfügen. Diese Abkürzung steht für Kommunikation im Medizinwesen. KIM ermöglicht die sichere Übermittlung der elektronisch signierten eAU von der Praxis zur Krankenkasse. Die eAU wird nach der elektronischen Signatur mit KIM verschlüsselt und so sicher an die jeweilige Krankenkasse übermittelt. Dort kann die eAU dann wieder entschlüsselt werden. Weitere Informationen zu den Anwendungsmöglichkeiten von KIM finden Sie auf www.kzbv.de  unter Kommunikation im Medizinwesen

5. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem IT-Dienstleister nach für Sie geeigneten KIM-Anbietern. Auf der Seite fachportal.gematik.de unter Anwendungen > KIM finden Sie eine Zulassungsübersicht.

Kommunikation im Medizinwesen - KIM

Die TI-Anwendung Kommunikation im Medizinwesen (KIM) ist seit Anfang 2021 von mehreren Anbietern verfügbar und ist Grundvoraussetzung für den sicheren, digitalen Austausch von Patientendaten. KIM ist ein E-Mail-Dienst mit Verschlüsselung der Daten und der Möglichkeit der digitalen Signatur. Für zahlreiche Anwendungen innerhalb der TI sowie auch für den Übergang zum papierlosen Beantragungs- und Genehmigungsverfahren ist KIM notwendig. 

Weiterführende Links zur KIM:

Auf der Website der Bundes-KZV finden Sie  den Leitfaden KIM
https://www.kzbv.de/kommunikation-im-medizinwesen-und-die.1387.de.html 

Auf der Website der gematik sehen Sie welche Anbieter aktuell zugelassen sind
https://fachportal.gematik.de/anwendungen/kommunikation-im-medizinwesen