Presseinformation der KZVB vom 31.07.2007

 

Bayerische Zahnärzte in der Prophylaxe-Offensive

Rat: „Zahn- und Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen weiterhin verbessern“

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) möchte weiterhin die Zahn- und Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen verbessern. Deswegen setzt die KZVB auch künftig auf die zahnärztliche Individualprophylaxe (IP) bei Kindern und Jugendlichen.

Mit ihren neuen Verträgen setzen KZVB, Regional- und Ersatzkassen ein klares gesundheitspolitisches Signal in Richtung Prophylaxe: Der Fokus lag hierbei weniger auf der Zahnsanierung, sondern vielmehr auf der Prophylaxe. Damit liegt Bayern bundesweit auf dem Spitzenplatz bei der Vergütung von Prophylaxe-Maßnahmen.

Die erfolgreichen Verhandlungen belegen, dass die KZVB bei diesem wichtigen Thema zusammen mit den gesetzlichen Krankenkassen und dem Gesetzgeber an einem Strang zieht. Dr. Janusz Rat, Vorsitzender der KZVB, erklärt: „Die neuen Verträge zielen darauf ab, die Zahn- und Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen in Bayern noch weiter zu verbessern.“

Prophylaxe wirkt

Welche Erfolge die Zahnärzte mit Prophylaxe haben, belegt die Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV) aus dem Jahr 2006. Demnach hat sich die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen nochmals deutlich verbessert. Immer weniger Zähne sind von Karies befallen. Im Durchschnitt haben 12-Jährige nur noch 0,7 Zähne, die kariös oder gefüllt sind beziehungsweise fehlen, vor zehn Jahren waren es noch 1,7 Zähne.

Im internationalen Vergleich zur Karieserfahrung bei 12-jährigen Kindern nimmt Deutschland damit inzwischen einen Spitzenplatz ein. Knapp 70 Prozent der Kinder und 46 Prozent der Jugendlichen haben ein völlig gesundes Gebiss – ganz ohne Karies, Füllungen oder kariesbedingte Extraktionen. „Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis jahrelanger Gruppenprophylaxe: In ganz Bayern besuchen Zahnärzte regelmäßig Kindergärten und Schulen, um Kinder und Jugendliche mit einem pädagogischen Programm spielerisch über Zahnpflege und zahngesunde Ernährung aufzuklären“, so Rat.

Ergänzt wird das Angebot der Zahnärzte durch die Individualprophylaxe, die nun aufgewertet wurde. Dazu erklärt der Vorsitzende der KZVB: „Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch sind besonders für die Entwicklung eines Kindes bedeutend. Sie beeinflussen das physische und psychische Wohlbefinden sowie das Aussehen eines Kindes.“ Daher sei es ratsam, dass Kinder und Jugendliche rechtzeitig vom Zahnarzt untersucht werden. „Es ist sehr wichtig, das Kariesrisiko beziehungsweise die Kariesaktivität möglichst früh festzustellen, damit ein bedarfsgerechtes Prophylaxeprogramm zusammengestellt werden kann“, erläutert Rat. 

Zu den individualprophylaktischen Maßnahmen gehören neben einer eingehenden Untersuchung und der Einschätzung des Kariesrisikos auch Ratschläge zur Zahnpflege, das Auftragen von Fluoriden sowie die Beratung der Erziehungsberechtigten in Ernährungsfragen. Jede dieser Leistungen wird in Bayern rund 1,2 Millionen Mal pro Jahr abgerufen. Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren haben Anspruch auf Individualprophylaxe. Kinder und Jugendliche sind bis zum 18. Lebensjahr von der Praxisgebühr befreit.

Für Rückfragen:

Julika Sandt, Leiterin der Pressestelle
Tel.: (089) 72401-184

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