Zahnärzte bleiben ihren Patienten länger erhalten

Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstandes der KZVB

KZVB und Krankenkassen einigen sich auf Übergangsregelung zur Altersgrenze.

München, 8. August 2008 – Bayerische Zahnärzte können ihre Patienten ab sofort auch nach Vollendung des 68. Lebensjahres behandeln. Diese heute in München geschlossene Übergangsregelung zwischen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) und den Krankenkassenverbänden in Bayern bezeichnete Dr. Janusz Rat, Vorsitzender der KZVB, „als erfreuliche und vernünftige Entscheidung der Zahnärzte und Krankenkassen zugunsten der bayerischen Patienten“.

Bisher verloren Zahnärzte ihre Zulassung zur Teilnahme an der vertragszahnärztlichen Versorgung zum Ende des Quartals, in dem sie 68 Jahre alt wurden. Das heißt, danach durften sie keine gesetzlich krankenversicherten Patienten mehr behandeln. „In einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden und auch länger aktiv sind, war es ein unerträglicher Anachronismus, dass der Gesetzgeber festgeschrieben hat, wie lange ein freiberuflich tätiger Zahnarzt arbeiten darf“, erklärte Rat. Nicht zuletzt dank der unermüdlichen Anstrengungen ärztlicher und zahnärztlicher Verbände und Körperschaften hatte die Bundesregierung angekündigt, nach der Sommerpause ein Gesetz zu verabschieden, das die Altersgrenze zu Beginn des kommenden Jahres aufhebt.

Doch was sollte mit den Zahnärzten geschehen, die noch in diesem Jahr 68 Jahre alt werden und dadurch automatisch ihre Zulassung verlieren? „Wir als Vertreter der bayerischen Vertragszahnärzte waren uns mit den Krankenkassen einig, dass es für die betroffenen Zahnärzte und vor allem für deren Patienten eine nicht zumutbare Härte gewesen wäre, wenn man ihnen so kurz vor Abschaffung der Altersregelung noch die Zulassung entzogen hätte“, stellte Dr. Martin Reißig, stellvertretender Vorsitzender des KZVB-Vorstands, fest.

Auch das Bayerische Sozialministerium hatte Ende Juli erklärt, dass es gegen entsprechende Übergangsvereinbarungen keine Einwände hätte. „Damit haben wir eine pragmatische Lösung für alle Beteiligten gefunden“, betonte Reißig. An erster Stelle profitieren davon die Patienten, die nicht mehr zwangsweise den vertrauten Zahnarzt verlieren. Aber auch Zahnärzte, die länger arbeiten möchten, können dies ab sofort tun.

Für Rückfragen:

Julika Sandt
Pressesprecherin
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
Fallstraße 3481369 München
Tel.: 089 72401-184
E-Mail: j.sandt(at)kzvb.de

zurück zur Homepage