Bissig bis ins hohe Alter

KZVB informiert über Zahnheilkunde für Senioren

München, 9. April 2008 – Die Deutschen werden immer älter, und sie bleiben bis ins hohe Alter aktiv. Doch immer mehr Senioren in Deutschland leiden unter Parodontitis. Eine Herausforderung für Zahnärzte und Patienten. Was kann man machen, um auch im hohen Alter noch den richtigen „Biss“ zu haben? Antworten auf diese und andere Fragen zur Alterszahnheilkunde gibt die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) auf Seniorenmessen in München und Nürnberg.

Bei allen Fortschritten, die in den letzten Jahren vor allem bei der Kariesbekämpfung erzielt wurden: Die Alterszahnheilkunde steht vor großen Herausforderungen. Denn Deutschlands Senioren leiden zunehmend unter Parodontitis – im allgemeinen Sprachgebrauch besser bekannt als Parodontose. „Das Gefährliche an Parodontitis ist, dass man lange keine Schmerzen spürt“, erklärt Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstands der KZVB. Wenn die Zähne nicht regelmäßig vom Zahnarzt kontrolliert werden, bleibt eine Entzündung des Zahnbettes lange unbemerkt. Dabei ist Parodontitis eine ernstzunehmende Krankheit, denn Entzündungen im Mundraum gefährden nicht nur die Zähne, sondern den ganzen Körper. Wenn Parodontalerkrankungen längere Zeit nicht behandelt werden, gelangen die Bakterien in den Blutkreislauf und somit in andere Körperregionen. Es bestehen Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und anderen Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes. Darüber hinaus ist Parodontitis bei Menschen über 45 die häufigste Ursache für Zahnverlust. Für den Fall, dass Zahnersatz nötig sein sollte, empfiehlt KZVB-Chef Rat: „Aufgrund der unsicheren gesundheitspolitischen Entwicklung – Stichwort Gesundheitsfonds und Verhandlungen zur Gebührenordnung der Zahnärzte – sollten Zahnersatz-Versorgungen nicht aufgeschoben werden. Dazu rate ich auch als Zahnarzt. Bildet sich der Kiefer zurück, wird es immer schwieriger, ihn wieder aufzubauen. Das gilt besonders für Senioren.“

Die KZVB reagiert auf die steigende Bedeutung der Alterszahnheilkunde und möchte weiter aufklären: In den kommenden Wochen ist sie mit einem eigenen Stand auf Seniorenmessen vertreten: vom 11. bis 13. April auf der Messe „Die 66“ im M.O.C. in München (Lilienthalallee 40) und am 17. und 18. April bei den „Nürnberger Seniorentagen“ in der Meistersingerhalle (Münchener Straße 21). An dem jeweiligen Stand wird es eine Behandlungseinheit mit Intraoralkamera geben, mit der Patienten einen direkten Einblick in die eigene Mundhöhle bekommen können. Zahnärzte und Beratungsexperten der KZVB werden den Messebesuchern Rede und Antwort stehen. Und wer keine Zeit für einen Besuch der Messen hat, kann sich bei der Patientenberatungsstelle der KZVB informieren (Tel.: 089 72401-348). Bei geplanter Versorgung mit Zahnersatz haben Patienten auch die Möglichkeit, einen persönlichen Termin bei der Zahnarzt-Zweitmeinung der KZVB vereinbaren (-370).

Für Rückfragen:

Julika Sandt
Pressesprecherin
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
Fallstraße 34
81369 München
Tel.: 089 72401-184
E-Mail: j.sandt(at)kzvb.de

zurück zur Startseite