Vom Munde abgespart -Bundesknappschaft verschenkt Beitragsmittel und knapst Geld bei der zahnmedizinischen Versorgung ab


München, 10. Oktober 2008 – Vollmundig kündigt die Knappschaft an, sie sei die erste Krankenkasse, die nach Einführung des Gesundheitsfonds 2009 Überschüsse an ihre Mitglieder auskehrt. Gleichzeitig stellt die Knappschaft für die zahnmedizinische Versorgung ihrer Versicherten in Bayern pro Mitglied nur halb so viel Geld zur Verfügung wie die anderen Krankenkassen.

Der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns, Dr. Janusz Rat, kommentiert: „Um Patienten zu locken und zu binden, macht die Knappschaft goldene Versprechen. Was sie nicht sagt, ist, dass sich die Versicherten das Geld dafür vom Munde absparen müssen. Knapp sind bei der Knappschaft die Budgets für die zahnmedizinische Versorgung.“ In Bayern – wie auch in den anderen Bundesländern – kommt es bei der Knappschaft regelmäßig zu massiven Überschreitungen der Budgets.

Durch die vor einigen Jahren vollzogene Öffnung der Knappschaft für alle Versicherten und die dadurch ausgelöste Mitgliederbewegung, sowie den fast vollkommenen Abbau der früheren Knappschaftsärzte und -zahnärzte kommt es seit Jahren zu erheblichen Verwerfungen der Knappschaftsbudgets, die nur halb so hoch ausfallen wie bei anderen Krankenkassen.

Die Zahnärzteschaft fordert deshalb eine Abschaffung der Budgetierung und der Ankoppelung der Budgets an den Grundlohnsummenanstieg, damit auch Knappschaftsversicherte im Bereich der Zahnerhaltung die notwendigen Leistungen zur Verfügung gestellt bekommen.

„Die Knappschaft missbraucht ihren höheren Mittelzufluss durch den geplanten Gesundheitsfonds, wenn sie die Gelder nicht für die Leistungen ihrer Versicherten, sondern für Lockangebote verwendet. Zuerst sollte sie die Zeche für ihre Versicherten zahlen“, so Rat.

 

Für Rückfragen:

Tobias Horner
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
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