Zahn-Tourismus bleibt Randerscheinung

Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB)

Patienten schätzen Vertrauensverhältnis zu ihrem Zahnarzt

München, 9. Juli 2009 - Zahnärzte und Patienten nutzen mit wachsender Tendenz importierten Zahnersatz. Nach wie vor fahren aber nur wenige Versicherte für eine Zahnersatzversorgung selbst ins Ausland. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt haben.

Für die Untersuchung, die vom Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Köln in Zusammenarbeit mit dem Institut für empirische Gesundheitsökonomie durchgeführt wurde, waren insgesamt 1368 Versicherte und 300 Zahnärzte befragt worden. Damit liegen erstmals verlässliche Zahlen zur Internationalisierung des Versorgungsmarktes für Zahnersatz vor.

Lediglich 2,3 Prozent der Befragten erklärten, bereits importierten Auslandszahnersatz im Mund zu tragen. Eine Zahnersatzversorgung im Ausland als Dentaltourist hatten gar nur 1,2 Prozent der Befragten in Anspruch genommen.

Bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) sieht man für diese Entwicklung klare Gründe: „Die überwiegende Mehrheit der bayerischen Patienten hat großes Vertrauen in ihren Zahnarzt, der sie über viele Jahre behandelt. Sie legen Wert auf eine qualitativ hochwertige Versorgung und orientieren sich dabei nicht nur an Kostenaspekten“, so Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstandes der KZVB. Gerade das System der befundbezogenen Festzuschüsse habe sich bewährt.

Wenig Zahnersatz in Bayern

Rat verweist auch auf die Erfolge der bayerischen Zahnärzte beim Zahnerhalt: „In keinem anderen Bundesland wird weniger Zahnersatz benötigt als in Bayern. Wir setzen auf Zahnerhalt statt Zahnersatz. Das erreichen wir durch die hohe Qualität der vertragszahnärztlichen Versorgung. Prävention und Prophylaxe nehmen in unseren Praxen einen hohen Stellenwert ein. Wenn Zahnersatz notwendig wird, garantieren wir für eine sehr hohe Qualität und Verweildauer.“

Kostenlose Zweitmeinung

Auch auf den Beratungsbedarf der Patienten haben die bayerischen Zahnärzte reagiert. So bietet die KZVB seit drei Jahren die Zahnarzt-Zweitmeinung an. In den Zahnärztehäusern in München und Nürnberg können gesetzlich-versicherte Patienten, die Zahnersatz benötigen, den Heil- und Kostenplan ihres Zahnarztes kostenlos von einem unabhängigen Beratungszahnarzt überprüfen lassen. Über 95 Prozent der Patienten bleiben ihrem Behandler treu.

Für Rückfragen:

Leo Hofmeier
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
Fallstraße 34
81369 München
Tel.: 089 72401-184
Tel.: 089 72401-214
E-Mail: presse(at)kzvb.de

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