Herkulesaufgabe für Schwarz-Gelb

Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB)

Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns hofft auf Politikwechsel 

München, 28. September 2009 - Vor einer Herkulesaufgabe steht nach Ansicht der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) die neue Bundesregierung. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hinterlasse ihrem Nachfolger ein schweres Erbe. „Nur unter Einbeziehung aller Akteure im Gesundheitswesen können wir aus einem sozialistischen wieder ein soziales Gesundheitssystem machen“, so Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstandes der KZVB.

Die staatliche Gängelung und Bevormundung habe in den letzten Jahren zu großer Frustration bei den Zahnärzten geführt. Damit müsse jetzt Schluss sein. „Wir Zahnärzte wollen uns endlich wieder auf unseren Beruf konzentrieren – zum Wohle unserer Patienten“, so Rat.

Dazu brauche es aber die entsprechenden Rahmenbedingungen. So sei die Budgetierung zahnärztlicher Leistungen ein Anachronismus, der umgehend abgeschafft werden müsse. CDU/CSU und FDP stünden hier im Wort. Außerdem sei eine Anpassung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) nach 20 Jahren überfällig. Auch hier hinterlasse Ulla Schmidt eine offene Baustelle.

Rat hofft, dass es auch bei der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ein Umdenken gibt. „Dieses Projekt kostet Milliarden und nutzt niemandem – außer den beteiligten Firmen. Schwarz-Gelb sollte den Mut haben, die eGK in die Tonne zu treten.“

Auch der Gesundheitsfonds gehört nach Ansicht der KZVB so schnell wie möglich abgeschafft. „Keines der Versprechen hat sich erfüllt. Die bayerischen Ärzte, Zahnärzte und Patienten sind eindeutig die Verlierer. Sowohl die CSU als auch die FDP haben sich gegen Zentralismus und für regionale Handlungsspielräume in der Gesundheitspolitik ausgesprochen. Dem stehen der Gesundheitsfonds und der Einheitsbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung diametral entgegen.“

Zu mehr Selbstverantwortung und Freiheit im Gesundheitswesen gebe es keine Alternative. Von diesen Grundsätzen müsse die Gesundheitspolitik der neuen Regierung geprägt sein.



Für Rückfragen:

Leo Hofmeier
Tobias Horner
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
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81369 München
Tel.: 089 72401-184
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