Zahnärzte schließen ihre Reihen

Bayerische Zahnärzte machen gegen AOK mobil

Aktionsbündnis gegen Puffertage gegründet – Unterstützung für die  KZVB

Die bayerischen Zahnärzte machen gegen die AOK mobil. Nachdem die Krankenkasse die Budgetverhandlungen mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) platzen ließ, wird nun das Geld für Füllungen und Wurzelbehandlungen knapp. „Die Budgets für 2010 sind nahezu aufgebraucht“, sagt die KZVB und verhängte vorsorglich bis Ende des Jahres sogenannte Puffertage. An diesen Tagen kann das Honorar der Zahnärzte um bis zu zwei Drittel sinken.

Die Betroffenen wollen sich das nicht gefallen lassen und gründeten gestern in München ein „Aktionsbündnis gegen Puffertage“.  Der Zorn der Zahnmediziner und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen die AOK Bayern ist gewaltig.

Als Sofortmaßnahme fordert  das Bündnis die Bereitstellung zusätzlicher Mittel durch die Krankenkasse. „Es kann nicht sein, dass Patienten und Zahnärzte darunter zu leiden haben, dass sich die Kasse in anderen Bereichen zu sehr verausgabt hat“, heißt es in einer Resolution. Außerdem verlangt das Bündnis eine Abschaffung der Budgetierung zahnärztlicher Leistungen, wie dies die schwarz-gelbe Koalition versprochen hat. Die Budgetierung führe zu untragbaren Einschränkungen bei der Patientenversorgung.

Um ihre Forderungen durchzusetzen, setzen die Zahnärzte auf Geschlossenheit. Bei der Veranstaltung wurde klar, dass alle standespolitischen Gruppierungen in Bayern an einem Strang ziehen. „Das gemeinsame Ziel ist es, die Verhandlungsposition der KZVB als Vertretung der bayerischen Vertragszahnärzte gegenüber den Krankenkassen zu stärken“, heißt es im einstimmigen Beschluss des Aktionsbündnisses.

Resolution des Aktionsbündnisses



Für Rückfragen:

Leo Hofmeier
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
Fallstraße 34
81369 München
Tel.: 089 72401-184
Tel.: 089 72401-214
E-Mail: presse(at)kzvb.de

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