Zahnärzte fordern höhere Vergütung für Präventionsleistungen

Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstands der KZVB

Vorbeugen ist besser als Bohren

Die Zahngesundheit in Deutschland wird immer besser. So haben heute mehr als 50 Prozent der Erstklässler ein kariesfreies Gebiss. Das ist auch der Verdienst verstärkter Präventionsbemühungen der Zahnärzte. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) fordert deshalb, diese Leistungen künftig besser zu vergüten. „Die Erfolge der Zahnärzte im Kampf gegen Karies und Parodontitis sind ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Deshalb ist es an der Zeit, dass der Morbi-RSA durch einen Prävi-RSA ergänzt wird“, so der KZVB-Vorsitzende Dr. Janusz Rat.

„Vorbeugen ist besser als Bohren“, erklärte Rat anlässlich des Vertragszahnärztetages Bayern 2010, der am Samstag in München stattfand. Die bayerischen Vertragszahnärzte unternähmen erhebliche Anstrengungen, um ihren Patienten die eigenen Zähne so lange wie möglich zu erhalten. Dies werde von der Politik und von den Krankenkassen derzeit aber nicht ausreichend honoriert. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gibt es bislang nur einen morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA). Krankenkassen, die besonders viele chronisch kranke Versicherte haben, bekommen dafür finanzielle Zuschläge aus dem Gesundheitsfonds, die sie an die behandelnden Ärzte weitergeben. „Wenn der Gesetzgeber es ernst meint mit der Vorbeugung, so muss er auch die Mittel dafür zur Verfügung stellen. Wir brauchen deshalb einen Präventions-Strukturausgleich, den Prävi-RSA, der für besondere Vorbeugungsbemühungen ebenfalls Zuschläge aus dem Gesundheitsfonds vorsieht“, so der KZVB-Vorsitzende. 


Für Rückfragen:

Leo Hofmeier
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
Fallstraße 34
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Tel.: 089 72401-214
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