„Haderthauer hat Recht“

Dr. Martin Reißig, stellv. Vorsitzender des Vorstandes der KZVB

Zahnärzte sehen Parallelen zwischen Chipkarte und Gesundheitskarte

Die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer bekommt mit ihrer Kritik an einer  Bildungs-Chipkarte Unterstützung von ungewohnter Seite. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) erkennt Parallelen zwischen dem Von-der-Leyen-Vorschlag und der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). „Die Einführung solcher Karten ist immer mit enormen Kosten verbunden. Dieses Geld fehlt an anderer Stelle“, warnt der stellvertretende KZVB-Vorsitzende Dr. Martin Reißig.

Allein die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und die Anschaffung entsprechender Lesegeräte mit Online-Anbindung für alle Arzt- und Zahnarztpraxen sowie die Apotheken schlage mit bis zu zwölf Milliarden Euro zu Buche. „Dieses Geld müssen die Krankenkassen und damit letztlich die Versicherten aufbringen. Dadurch verschärft sich die Unterfinanzierung des Gesundheitswesens“, so Reißig.

Der KZVB-Vize befürchtet, dass auch die Bildungs-Chipkarte und die Anschaffung der entsprechenden Lesegeräte enorme Kosten verursachen würden. „Zudem dauert es Jahre, bis die Infrastruktur bereitsteht. Es ist besser, dieses Geld in die Menschen zu investieren und nicht in Maschinen. Von solchen Projekten profitieren nur die beteiligten Konzerne“, meint Reißig. Es sei das Beste, sowohl die Bildungs-Chipkarte als auch die elektronische Gesundheitskarte in den Schubladen der zuständigen Ministerien verschwinden zu lassen.

 


Für Rückfragen:

Leo Hofmeier
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
Fallstraße 34
81369 München
Tel.: 089 72401-184
Tel.: 089 72401-214
E-Mail: presse(at)kzvb.de

zurück zur Homepage