Vor Marcel Huber liegen Herkulesaufgaben

Dr. Janusz Rat; Dr. Stefan Böhm

KZVB gratuliert dem neuen Gesundheitsminister – Dank an Söder

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) gratuliert Dr. Marcel Huber zu seiner Ernennung zum bayerischen Gesundheitsminister und wünscht ihm viel Erfolg im neuen Amt. „Vor ihm liegen Herkulesaufgaben“, meint KZVB-Chef Dr. Janusz Rat.

Das Gesundheitswesen sei eine Dauerbaustelle. Die bayerischen Ärzte und Zahnärzte hätten noch heute unter der verfehlten Politik der Ära Ulla Schmidt zu leiden. Vor allem der zentralistische Gesundheitsfonds gefährde das hohe Niveau der Patientenversorgung im Freistaat. „Hubers Vorgänger Dr. Markus Söder hat erkannt, dass Bayern zu den Verlierern des Fonds zählt und ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben. Wir hoffen, dass Huber an dieser Stelle weiterarbeitet. Der neue Gesundheitsminister muss dafür sorgen, dass nicht noch mehr Geld aus Bayern in andere Bundesländer fließt. Die Gesundheitspolitik der schwarz-gelben Koalition in Berlin muss deshalb auch einen deutlichen CSU-Stempel erhalten“, so Rat.

Rats Stellvertreter Dr. Stefan Böhm ergänzt, dass die bayerischen Vertragszahnärzte auch einen Bürokratieabbau erwarten. Außerdem müsse die vertragszahnärztliche Vergütung noch in dieser Legislaturperiode neu geregelt werden. „Die Budgetierung zahnmedizinischer Leistungen muss endlich abgeschafft werden. Budgetüberschreitungen, wie wir sie derzeit wieder erleben, sind ein planwirtschaftliches und leistungsfeindliches Steuerungsinstrument. Und wir brauchen mehr Spielraum für regionale Versorgungsmodelle. Alle Patienten in Bayern sollen Zugang zu Spitzenzahnmedizin haben“, so Böhm.

Dem scheidenden Gesundheitsminister Dr. Markus Söder dankt die KZVB für seine Arbeit. Er sei ein „mutiger Kämpfer“ für die Interessen der bayerischen Zahnärzte und ihrer Patienten gewesen. Der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag in Berlin trage seine Handschrift. Außerdem habe er sich mit Nachdruck für den Erhalt der Freiberuflichkeit von Ärzten und Zahnärzten eingesetzt.    

Leo Hofmeier
Pressesprecher
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns                 
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