Schwarz-Gelb sollte den Gesundheitsfonds abschaffen

Gemeinsame Presseinformation des BKK-Landesverbandes Bayern und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB)

Schwarz-Gelb sollte den Gesundheitsfonds abschaffen
Bayerns Zahnärzte und Betriebskrankenkassen wollen Wiedereinführung der Beitragsautonomie

Mit dem Versorgungsstrukturgesetz will die Bundesregierung mehr regionale Spielräume bei der Versorgungsgestaltung ermöglichen. Die Kassenzahn-ärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) und der BKK Landesverband Bayern begrüßen diesen Vorschlag, weisen aber darauf hin, dass es dafür auch bei der Finanzierung regionale Gestaltungsmöglichkeiten braucht.

„Bayern liegt bei der Wirtschaftskraft sowie bei Löhnen und Gehältern im bundesweiten Vergleich an der Spitze. Auch bei der ambulanten Versorgung nimmt Bayern einen Spitzenplatz ein. Das hohe Versorgungsniveau lässt sich nur erhalten, wenn Gestaltung und Finanzierung wieder stärker in die Hände der regionalen Akteure gelegt werden. Die bundesweit einheitlichen Pro-Kopf-Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds an die Krankenkassen spiegeln die höheren Praxis- und Lebenshaltungskosten in Bayern nicht ausreichend wieder.

Im Rahmen des Versorgungsgesetzes sollte die schwarz-gelbe Koalition deshalb den Krankenkassen die Beitragsautonomie zurück geben und den zentralistischen Gesundheitsfonds abschaffen“, so die Vorstände der KZVB und des BKK Landesverbandes Bayern.

Als ersten Schritt in diese Richtung schlagen KZVB und der BKK Landesverband Bayern vor, den bestehenden Versichertenbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens in die Beitragsautonomie der Krankenkassen zurückzuführen.

Im Gegenzug dafür können die Zuweisungen für Krankengeld aus dem Gesundheitsfonds entfallen. Auf diesem Weg können sehr einfach die bestehenden Ungerechtigkeiten bei der Zuweisung für Krankengeld beseitigt werden. Der Evaluationsbericht des Wissenschaftlichen Beirats hat diese Ungerechtigkeiten bestätigt und sieht keinen Lösungsansatz für eine gerechte Zuweisung aus dem Gesundheitsfonds.

Ziel muss es sein, in weiteren Schritten die Beitragseinnahmen in die Autonomie der Krankenkassen zurückzuführen, um jenseits der Verteilung über den bundesweiten Gesundheitsfonds Spielräume für regionale Versorgungsunterschiede zu schaffen.

Ihre Ansprechpartner:

Manuela Osterloh
Pressesprecherin
BKK Landesverband Bayern
Tel. (089) 74579 – 421

Leo Hofmeier
Pressesprecher
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns                 
Fallstr. 34
81369 München
Tel.: 089 72401-184
E-Mail: l.hofmeier@kzvb.de
www.kzvb.de