Zahnärzte nicht vergessen

Zahnärzte nicht vergessen

KZVB fordert Einhaltung schwarz-gelber Wahlversprechen 

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) begrüßt, dass Landärzte finanziell besser gestellt werden sollen, appelliert aber zugleich an die Politik, die Zahnärzte nicht zu vergessen.

Der Bundestag beriet heute über das Gesetz zur Bekämpfung des Landarztmangels. Darin sind Honorarzuschläge für Hausärzte in strukturschwachen Regionen vorgesehen.

„Zur Daseinsfürsorge gehört aber auch eine wohnortnahe zahnmedizinische Versorgung“, betont KZVB-Chef Dr. Janusz Rat. Gerade im Flächenstaat Bayern sei die aber nicht mehr überall sichergestellt. „Die Budgetierung zahnerhaltender Maßnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stellt für viele Kollegen ein erhebliches wirtschaftliches Risiko dar“, so Rat. Ist das Budget einer Kasse für Füllungen aufgebraucht, müssen Zahnärzte mit Honorarkürzungen von bis zu zwei Dritteln des vereinbarten Punktwerts rechnen. Die schwarz-gelbe Koalition hat zugesagt, dieses Steuerungsinstrument, das 1993 eingeführt wurde, abzuschaffen. Diesen Worten folgten aber bislang keine Taten.

„Gerade im ländlichen Raum gibt es überdurchschnittlich viele Kassenpatienten. Die Praxen dort können Honorarkürzungen der Krankenkassen dort nicht durch Privatleistungen ausgleichen“, betont der KZVB-Vorsitzende. Deshalb sei die Abschaffung der Budgetierung eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die KZVB ihren gesetzlichen Sicherstellungsauftrag auch in Zukunft erfüllen könne. Rat appelliert zudem an die Krankenkassen, ihre Budgets für zahnerhaltende Maßnahmen freiwillig zu erhöhen. Die derzeitige Finazlage der Kassen mache das möglich.

Rat fügt hinzu: „Niemand geht schließlich aus Langeweile zum Zahnarzt. Zahnschmerzen lassen sich nicht per Rechtsverordnung steuern. Der Behandlungsbedarf orientiert sich deshalb nicht an irgendwelchen Budgets.“

Ansprechpartner:

Leo Hofmeier
Pressesprecher
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns                 
Fallstr. 34
81369 München
Tel.: 089 72401-184
E-Mail: l.hofmeier@kzvb.de
www.kzvb.de