Zahnärzte begrüßen Söders Umdenken

Pflegekammern würden die Selbstverwaltung stärken

Einen erfreulichen Sinneswandel erkennt die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) bei Gesundheitsminister Markus Söder. Er hatte vorgeschlagen, die 100.000 Pflegekräfte in Bayern in einer Kammer zu organisieren. Besonders begrüßt die KZVB, dass Söder den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts als Vorzug erkannt hat.

Vor kurzem hatte Söder die Selbstverwaltung bei Ärzten und Zahnärzten noch kritisiert und ihren Vorständen mangelnde Managementerfahrung vorgeworfen.

„Solange die gesetzlichen Krankenkassen Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, braucht es auf Seiten der Leistungserbringer ein starkes Gegengewicht. Die Spieße müssen innerhalb des Systems gleich lang sein. Pflegekammern würden die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen stärken“, betont KZVB-Chef Dr. Janusz Rat.

Sowohl die (Zahnärzte-)kammern als auch die Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen hätten sich über Jahrzehnte bewährt. „Sie sichern gemeinsam das hohe Niveau der medizinischen und zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland“, betont Rat. Es sei sinnvoll, diese Strukturen auf den Pflegebereich auszudehnen. Schließlich sei die Pflegeversicherung bei den Krankenversicherungen angesiedelt. 

Für Rückfragen:

Leo Hofmeier
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
Fallstraße 34
81369 München
Tel.: 089 72401-184
E-Mail: presse(at)kzvb.de

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