Patientenrechte: Vertrauensverhältnis zum Zahnarzt und Patientenrechtecharta besser als Überregulierung per Gesetz

KZV Baden-Württemberg – KZV Bayerns – KZV Hessen – KZV Niedersachsen – KZV Schleswig Holstein

Ein starkes Vertrauensverhältnis zum behandelnden Zahnarzt und die Rechtssicherheit für den Patienten, das ist Realität bei uns, dafür braucht man kein neues Gesetz!“ Dies betonen die Vorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) Baden-Württemberg, Bayerns, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.  

Ob das gerade in Abstimmung befindliche Patientenrechtegesetz dem Vertrauen zwischen Patienten, Krankenkassen und Zahnärzten ein zeitgemäßes Fundament geben könne, müsse stark bezweifelt werden, so die KZV-Vorsitzenden. Im Referentenentwurf werde geradezu unterstellt, dass Rechtsvorschriften notwendig seien, um ein ausreichendes Maß an Vertrauen zwischen Patient und Zahnarzt herzustellen. „Das im Referentenentwurf geforderte Zusammenwirken zwischen Zahnarzt und Patient beruhe jedoch nicht allein auf Recht und Gesetz, sondern besonders auch auf dem individuellen Vertrauensverhältnis. „Die Zahnärzte tragen hier ein hohes Maß an Verantwortung und gewährleisten dieses Vertrauensverhältnis“, so die Vorsitzenden. Eine Verrechtlichung der Behandlung werde sich zum Nachteil der Patienten auswirken.

Die Arbeitsgemeinschaft der KZVen schlägt deshalb vor, das Konzept der Patientenrechtecharta weiter zu verfolgen. Eine vom Bundesgesundheitsministerium und Bundesjustizministerium eingerichtete Arbeitsgruppe hatte diese Charta im Jahre 2003 vorgelegt. Sie wurde von allen am Gesundheitswesen Beteiligten erarbeitet und bietet dem Patienten einen gut verständlichen Überblick über die bereits bestehenden wesentlichen Rechte und Pflichten im Rahmen der ärztlichen Behandlung.

Stellungnahme der AG KZVen

Diese Presseinformation ist herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (AG KZVen), die von den KZVen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gebildet wird. Die fünf KZVen vertreten die Interessen von rund 35.000 Vertragszahnärztinnen und -zahnärzten in Deutschland und unterstützen die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.

Leo Hofmeier
Pressesprecher
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns                 
Fallstr. 34
81369 München
Tel.: 089 72401-184
E-Mail: l.hofmeier(at)kzvb.de