Kassen die Beitragsautonomie zurückgeben

Max Straubinger
M. Straubinger, Quelle: Dt. Bundestag / H.J. Müller

CSU-Gesundheitspolitiker Max Straubinger erneuert Kritik am Gesundheitsfonds


Der CSU-Gesundheitspolitiker Max Straubinger fordert erneut Nachbesserungen am Gesundheitsfonds. In einem Gastkommentar für das Bayerische Zahnärzteblatt kritisiert der Bundestagsabgeordnete, dass der Risikostrukturausgleich (RSA) durch den Fonds nicht ausreiche. Kassen mit vielen älteren und kränkeren Versicherten bekämen zu wenig Mittel zugewiesen, die mit gesünderen zu viel.

Straubinger spricht von „Fehlern im System“, die es zu beseitigen gelte. So müssten die Ausgleichsmechanismen verändert werden. Außerdem sollten die Kassen ihre Finanzhoheit zurückbekommen.

Der Gesundheitspolitiker zeigt auch Verständnis für die Klagen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns über die Unterfinanzierung der Zahnmedizin und macht dafür ebenfalls den Gesundheitsfonds verantwortlich: „Es liegt auch an diesem Verteilungssystem, dass für AOK Bayern-Versicherte durchschnittlich nur 165 Euro für zahnerhaltende Maßnahmen zur Verfügung stehen, während es bei anderen Kassen über 200 Euro sind.“

Eine klare Absage erteilt Straubinger der Forderung nach Beitragsrückerstattungen oder einer Abschaffung der Praxisgebühr. „Trotz der derzeitigen guten Haushaltslage kann sich das Blatt auch schnell wieder wenden. In diesem Sinne ist es geboten, den Finanzierungsüberschuss bei den gesetzlichen Krankenkassen zu belassen“, argumentiert der CSU-Politiker in seinem Beitrag.

Den gesamten Gastkommentar finden Sie im Internet auf www.bzb-online.de (PDF) sowie auf facebook.com/KZVBayerns

Leo Hofmeier
Pressesprecher
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns                 
Fallstr. 34
81369 München
Tel.: 089 72401-184
E-Mail: l.hofmeier(at)kzvb.de