Patienten profitieren von einer professionelle Zahnreinigung

KZVB weist Kritik des Medizinischen Dienstes zurück

München, 2. März 2015 - Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) ist keine überflüssige IGel-Leistung, sondern in den allermeisten Fällen dringend notwendig. Darauf weist die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) angesichts des jüngsten IGel-Monitors des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) hin.

Der MDK hatte kritisiert, dass Ärzte zu viele individuelle Gesundheitsleistungen (IGel-Leistungen) anbieten, deren Kosten die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt. Die Mehrheit der 37 geprüften Zusatzleistungen sei nutzlos. Dazu zählt der MDK auch die PZR.


„Kein Zahnarzt führt eine PZR ohne zahnmedizinische Indikation durch. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen den Nutzen einer regelmäßigen PZR. Patienten, die eigenes Geld für eine PZR ausgeben, leisten damit auch einen Beitrag zur finanziellen Entlastung der Krankenkassen. Wir haben in den letzten Jahren enorme Er-folge bei der Zahngesundheit der bayerischen Patienten erzielt. Der Anteil der Zahnmedizin an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung hat sich nahezu halbiert. Wir brauchen auch immer weniger Zahnersatz. Viele Patienten haben bis ins hohe Alter eigene Zähne. Das liegt auch daran, dass Zahnärzte und Patienten bei Prävention und Prophylaxe gut zusammenarbeiten. Die PZR ist neben der regelmäßigen Kontrolluntersuchung ein wichtiger Baustein unserer Präventionsbemühungen. Der MDK handelt verantwortungslos, wenn er eine PZR pauschal als nutzlos bezeichnet und die Patienten dadurch verunsichert. Noch dazu kommt er zu seinem Ergebnis durch eine Auswertung durch einen Nichtzahnarzt, nämlich eines Biologen, der als Fachjournalist für den Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen tätig ist. Wer perfekt Zähneputzen kann – einschließlich aller Nischen und versteckten Bereiche – braucht vielleicht keine PZR, aber nur die wenigsten Patienten können dies. Der Ausspruch von Willoughby D. Miller (1890), A clean tooth never decays - frei übersetzt:  Ein sauberer Zahn wird nicht krank – gilt unverändert bis heute“, betont KZVB-Chef Dr. Janusz Rat.

Dass die Krankenkassen den Nutzen der PZR erkannt haben, beweist aus Sicht der KZVB auch die Tatsache, dass sie mittlerweile von den meisten großen Krankenkassen bezuschusst wird.

„Wenn der MDK die PZR für nutzlos hält, wäre das ja hinausgeworfenes Geld. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Krankenkassen Geld für zahnmedizinische Leistungen ausgeben, die den Patienten keine messbaren Vorteile bringen. Wir fordern den MDK auf, seine Kritik an dieser wichtigen Präventionsleistung zurückzunehmen und sie nicht mit den sogenannten IGel-Leistungen in einen Topf zu schmeißen“, so Rat.




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