"Ein guter Tag für die Patienten und die Zahnärzte"

KZVB begrüßt Einigung mit der AOK Bayern

München, 07.09.2015 – Als echten Durchbruch wertet die KZVB die Einigung mit der AOK Bayern bezüglich der zahnärztlichen Vergütung für die Jahre 2014, 2015 und 2016. Vorausgegangen waren dem Verhandlungserfolg monatelange Auseinandersetzungen vor dem Landesschiedsamt und ein Verfahren vor dem Landessozialgericht.

Die Gesamtvergütung für die bayerischen Vertragszahnärzte steigt für das Jahr 2014 rückwirkend um 3,23 Prozent und für das laufende Jahr 2015 um 2,53 Prozent. 2016 wird sich die Vergütung um die sogenannte Grundlohnsummensteigerung, die am 15. September 2015 durch das Bundesgesundheitsministerium bekanntgegeben wird, erhöhen. Mit dem Vertrag für 2016 wurde erstmals ein Vergütungsvertrag mit der AOK Bayern bereits vor Beginn eines Kalenderjahres abgeschlossen. Außerdem haben die KZVB und die AOK Bayern vereinbart, die Budgetüberschreitungen, die seit Jahren Puffertage auslösen, bei der AOK Bayern nach und nach abzubauen.

„Es freut mich, dass die AOK Bayern zu einer Verhandlungslösung bereit war. Das ist ein guter Tag für alle AOK-Versicherten und die bayerischen Zahnärzte. Wir haben nun endlich Planungssicherheit. Das ist auch ein wichtiger Beitrag für den Erhalt einer wohnortnahen zahnmedizinischen Versorgung in allen Teilen Bayerns“, kommentiert der KZVB-Vorsitzende Dr. Janusz Rat das Ergebnis.

„Die Vereinbarung zeigt auch, dass die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen doch funktioniert. Nach zahlreichen Aufforderungen war die AOK Bayern bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren", ergänzt der stellvertretende KZVB-Vorsitzende Dr. Stefan Böhm.

„Erfreulich ist, dass die AOK ihre Bereitschaft erklärt hat, Budgetüberschreitungen mittelfristig sukzessive abzubauen. So könnten in einigen Jahren Puffertage, an denen der vertraglich vereinbarte Punktwert ausgesetzt wird, der Vergangenheit angehören“, hofft Rat.

Einen ersten Schritt sagte die AOK Bayern dahingehend zu, dass sie bei einer Budgetüberschreitung im Jahr 2015 bis zu drei Millionen Euro zusätzlich für die Patientenversorgung bereitstellen würde.

 

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