Prozessieren hat bei der AOK Bayern Methode

Zahnärzte solidarisch mit den Hausärzten

München, 10. April 2015 - Die AOK Bayern entwickelt sich aus Sicht der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) immer mehr zu einer Problemkasse. „Nicht nur die Haus- sondern auch die Zahnärzte haben unter dem Verhalten der größten Kasse im Freistaat zu leiden“, sagt KZVB-Chef Dr. Janusz Rat.
 
Wie bei den Hausärzten mussten auch die Vergütungsverhandlungen zwischen der KZVB und der AOK Bayern für das Jahr 2014 durch ein Landesschiedsamt zu Ende geführt werden. Die AOK Bayern hatte zuvor einen Ausgleich der durch die KZVB nachgewiesenen Kostensteigerungen in den Praxen verweigert. Auch eine ausreichende Erhöhung des Budgets für zahnärztliche Leistungen lehnte die AOK Bayern ab. Das Landesschiedsamt gab den Zahnärzten recht. Allerdings reichte die AOK Bayern Klage gegen den Schiedsspruch ein und setzte sich vor dem Landessozialgericht durch. Die Folge: Die bayerischen Vertragszahnärzte wissen nicht, welche Punktwerte für die 2014 erbrachten Behandlungen bei der AOK Bayern gelten.
 
„Das Prozessieren hat bei der AOK Bayern Methode. Doch die Vergütung von Ärzten und Zahnärzten sollte nicht durch Gerichte festgelegt werden. Die AOK Bayern gefährdet durch ihre Blockadehaltung das hohe Niveau der Patientenversorgung im Freistaat Bayern“, so der KZVB-Vorsitzende.
 
Die KZVB appelliert an die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml, die AOK Bayern an ihre Pflichten zu erinnern. Dazu gehöre eine ausreichende Finanzierung ärztlicher und zahnärztlicher Leistungen. Das reine Schielen auf den Beitragssatz sei verantwortungslos. Leidtragende des Sparkurses der AOK Bayern seien vor allem die Patienten in ländlichen Regionen mit vielen AOK-Versicherten. Dort würden sich immer weniger Ärzte und Zahnärzte niederlassen.
 
„Die bayerischen Vertragszahnärzte zeigen sich im aktuellen Konflikt zwischen dem Bayerischen Hausärzteverband und der AOK Bayern solidarisch mit den Kollegen. Ihnen wie uns spielt die AOK Bayern derzeit übel mit. Eine Vertragspartnerschaft sieht anders aus“, betont Rat.





Für Rückfragen:
Tobias Horner

Stv. Leiter der Pressestelle
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns                 
Fallstraße 34
81369 München
Tel.: 089 72401-214
E-Mail: t.horner@kzvb.de
www.facebook.com/KZVBayerns