AOK Bayern disqualifiziert sich selbst

Krankenkasse ist kein verlässlicher Partner mehr

München, 23. April 2015 – Die AOK Bayern ist aus Sicht der KZVB kein verlässlicher Vertragspartner mehr. Mit ihrer Weigerung, einen rechtswirksamen Vertrag umzusetzen, disqualifiziere sich die größte bayerische Krankenkasse selbst.

Die AOK Bayern hatte erklärt, dass sie den Schiedsspruch, der die Vergütung der bayerischen Hausärzte regeln sollte, nicht anerkennt und den sogenannten Hausarztvertrag deshalb nicht umsetzen werde.

Das bayerische Gesundheitsministerium kündigte daraufhin an, rechtsaufsichtlich gegen die AOK Bayern vorzugehen.

Auch die bayerischen Zahnärzte sind mit der AOK Bayern im Clinch. Nachdem die AOK Bayern den Schiedsspruch, der die Vergütung für das Jahr 2014 regeln sollte, beklagt hat, weiß die KZVB derzeit nicht, wie viel Geld für die Versorgung der AOK-Versicherten zur Verfügung steht.

Dazu meint der KZVB-Vorsitzende Dr. Janusz Rat: „Die AOK Bayern überspannt den Bogen. Wir haben ihr mehrfach Kompromissangebote unterbreitet, die weit unter unseren ursprünglichen Forderungen lagen. Die AOK beharrt aber seit eineinhalb Jahren unverändert auf ihrem inakzeptablen Standpunkt. Dabei hätten wir erwartet, dass sie sich den Verträgen, die wir mit den anderen Krankenkassen im Konsens abgeschlossen haben, anschließt. Das Verhalten der AOK Bayern gegenüber der KZVB und dem Bayerischen Hausärzteverband zeigt, dass die größte bayerische Krankenkasse derzeit eine Gefahr für das hohe Niveau der Patientenversorgung im Freistaat darstellt. Das hat nun hoffentlich auch die Politik erkannt. Wir appellieren an die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml, auf die AOK Bayern einzuwirken, dass sie ausreichend Mittel für die zahnmedizinische Versorgung ihrer Versicherten bereit stellt.“





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