Vertragszahnärzte sind auch für Pflegebedürftige da

Studie empfiehlt angemessene Anpassung der Vergütung

München, 3. Februar 2017 – Die bayerischen Zahnärzte fühlen sich in ihrer Arbeit durch eine aktuelle Studie zur ambulanten Versorgung Pflegebedürftiger bestätigt. „Wir haben bereits vor mehr als einem Jahrzehnt mit dem Patenzahnarztkonzept der Bayerischen Landeszahnärztekammer die richtigen Weichen für die Versorgung im stationären Bereich gestellt“, kommentiert der KZVB-Vorsitzende Christian Berger die Ergebnisse einer Untersuchung, die das bayerische Gesundheitsministerium jetzt vorgestellt hat.

Die im Regierungsbezirk Unterfranken durchgeführte Studie unterstreicht die Bedeutung der Mundgesundheit auch und gerade für hochbetagte Menschen. „Ohne Behandlung von pflegebedürftigen Personen, mit und ohne Demenz, werden negative Reaktionen durch Zahn-schmerzen, schlechtsitzende Prothesen oder Mundinfektionen ausgelöst. Die ohnehin hohe Belastung der pflegenden Angehörigen steigt unverhältnismäßig an“, schreiben die Autoren.

Aufgrund der steigenden Anzahl pflegebedürftiger Patienten werde der Bedarf an ambulanter zahnmedizinischer Versorgung weiter wachsen. „Die Lebensumstände älterer und insbesondere pflegebedürftiger Menschen müssen künftig auch bei der Zahngesundheit stärker als bisher berücksichtigt werden. Hier sind auch neue Wege erforderlich“, kommentierte Gesundheitsministerin Melanie Huml die Ergebnisse.

Der KZVB-Vorsitzende Christian Berger verweist in diesem Zusammenhang auf die 431 Ko-operationsverträge, die Zahnärztinnen und Zahnärzte in Bayern bis zum 31. Dezember 2016 mit Pflegeheimen abgeschlossen hatten.

Erfreulich ist aus Sicht der Zahnärzteschaft, dass die jetzt vorgelegte Studie auch auf die finanziellen Aspekte der aufsuchenden Betreuung eingeht. Berger forderte die Politik auf, die entsprechenden Konsequenzen aus der Studie zu ziehen. Dort wird eine „angemessene Anpassung bereits bestehender, vertragszahnärztlicher Abrechnungsmöglichkeiten für aufsuchende Versorgungsleistungen […] durch die Selbstverwaltungspartner“ empfohlen.

„Wir begrüßen, dass sich das zuständige Ministerium dieser wichtigen Frage annimmt. Über die Finanzierung der aufsuchenden Betreuung werden wir mit Staatsministerin Huml in einen Dialog eintreten“, meint der stellvertretende KZVB-Vorsitzende Dr. Rüdiger Schott.

 

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