Wahlversprechen werden eingelöst

Vertreterversammlung beschließt dritten Vorstand und mehr Delegierte

München, 20. Februar 2017 – Dem Vorstand der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) sollen künftig drei statt bisher zwei Mitglieder angehören. Das beschloss die Vertreterversammlung (VV) der Körperschaft am vergangenen Samstag. Außerdem soll die Zusammenarbeit von KZVB und Bayerischer Landeszahnärztekammer intensiviert werden.

Mit großer Mehrheit verabschiedeten die Delegierten einen Antrag des Vorstandes, der die Kooperation der beiden Körperschaften konkretisiert. Ähnlich hatte sich zuvor schon die Vollversammlung der BLZK positioniert. Einstimmig verabschiedeten die Delegierten auch einen weiteren Leitantrag der Vorsitzenden Christian Berger und Dr. Rüdiger Schott mit politischen Forderungen der Zahnärzteschaft im Vorfeld der Bundestagswahl 2017.

Eine Satzungsänderung hatte der neue Vorsitzende des Vorstandes Christian Berger bereits in der abgelaufenen Amtsperiode beantragt, konnte sich aber nicht gegen die damalige ZZB-Mehrheit durchsetzen. Nach dem Wahlerfolg des FVDZ Bayern wurden nun folgende Kernziele beschlossen:

• Der Vorstand der KZVB wird von zwei auf drei Mitglieder erweitert.
• Die Zahl der VV-Delegierten wird in der nächsten Wahlperiode von 27 auf 45 erhöht.

Vor allem die Delegierten des FVDZ und der regionalen Vereine verwiesen in der Diskussion um die Satzungsänderung immer wieder auf die teilweise autokratische Amtsführung in der Ära Rat. Da bei Stimmengleichheit im zweiköpfigen Vorstand bislang der Vorsitzende entscheidet, hielten sie eine Erweiterung des Vorstands für unbedingt erforderlich.

Der neue Vorsitzende des Vorstands betonte, dass er und sein Kollege Dr. Rüdiger Schott bereit seien, Macht abzugeben. „Wir setzen jetzt das um, was wir vor der Wahl versprochen haben“, so Berger. Die ZZB-Fraktion hielt die Erweiterung des hauptamtlichen Vorstands da-gegen für überflüssig und zu teuer. Dem entgegnete der FVDZ, dass die Ausgaben für die drei hauptamtlichen Vorsitzenden zusammen nicht höher sein werden als bisher die für den alten, zweiköpfigen Vorstand.

Eine stärkere Beteiligung der Basis soll auch die Erweiterung der VV von 27 auf 45 Delegierte ermöglichen. „Mehr Delegierte führen dazu, dass unterschiedliche Sichtweisen und Interessen in die Diskussionen innerhalb der VV einfließen“, betonte der VV-Vorsitzende Dr. Reiner Zajitschek. Sein Stellvertreter Dr. Christian Öttl äußerte die Hoffnung, dass durch die Erweiterung mehr junge Kolleginnen und Kollegen die Chance hätten, in der VV mitzuarbeiten. Damit orientiert sich die KZVB auch an anderen KZVen, die bezogen auf die Mitgliederzahl deutlich mehr VV-Delegierte haben.

In geheimer Abstimmung sprachen sich 16 der anwesenden 24 Delegierten für die Satzungsänderung aus. Die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit kam damit zustande. Die neue Satzung muss nun noch durch das Aufsichtsministerium genehmigt werden. Der dritte hauptamtliche Vorsitzende kann in einer der nächsten Vertreterversammlungen gewählt werden.

 

 

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Leo Hofmeier

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