Presseinformation der KZVB vom 02.06.2005

Zahnersatz so günstig wie noch nie

„Zahnbehandlung ist im Jahre 2005 so günstig wie noch nie“, so widerspricht der Vorsitzende des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB), Dr. Janusz Rat, anderslautenden Meldungen. „Seit Jahrzehnten bleibt die Anpassung der Zahnarzthonorare im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung jedes Jahr weit unter der Inflationsrate, so dass sich Zahnbehandlungen, insbesondere Zahnersatzbehandlungen, Jahr für Jahr real massiv verbilligt haben.“

Rat stellt klar, dass die Honorare für Zahnersatz außer der Reihe schon einmal um 10 Prozent abgesenkt worden sind und erneut zum 1. Januar 2004 durch die letzte Gesundheitsreform um weitere 8 Prozent. „Auch die privatzahnärztlichen Honorare haben seit 40 Jahren keine Anpassung erfahren“, so der KZVB-Vorsitzende.

Um eine Kommastelle verrechnet?

Medienartikel beziehen sich auf in der Illustrierten Stern veröffentlichtes Zahlenmaterial der AOK Bayern, die die beiden ersten Monate 2005 hinsichtlich der Zahnersatzkosten für den Patienten mit dem Vorjahreszeitraum verglichen hat und aus dem angeblich hervorgehen soll, dass die Kosten für den Patienten um 65 Prozent gestiegen seien. „Bei ihren Berechnungen muss sich die AOK Bayern wohl um eine Kommastelle verrechnet haben. Nach unseren Unterlagen sind die Kostenbelastungen für den Patienten, abgesehen von umfangreichen Luxusversorgungen, in etwa gleich geblieben“, so Rat.

Die KZVB hat die AOK Bayern bereits gebeten, ihre Berechnungen offen auf den Tisch zu legen, damit geprüft werden kann, wie man zu solchen Zahlen gelangt ist. „Scheinbar soll mit solchen Zahlen aus interessierten Kreisen in den Wahlkampf eingegriffen werden. Das ist unseriös und verunsichert die Bevölkerung“, konstatiert der KZVB-Chef.
Mehr Wahlfreiheiten         

Rat betont, welche Vorteile gesetzlich Krankenversicherte seit 2005 haben, wenn sie Zahnersatz benötigen: „Patienten können sich für Therapiealternativen entscheiden, ohne ihren Anspruch auf den Festzuschuss ihrer Krankenkasse zu verlieren. Zudem bringen Festzuschüsse Transparenz ins Preis-Leistungs-Verhältnis beim Zahnarzt.“ Um die gesetzlich Krankenversicherten über die Festzuschüsse und andere zahnärztliche Themen aufzuklären, hat die KZV Bayerns zusammen mit anderen Kassenzahnärztlichen Vereinigungen in dieser Woche die Kampagne „Bonuslächeln“ gestartet. Ungewöhnliche Hörfunkspots mit hohem Aufmerksamkeitsgrad laufen auf fast allen Radiosendern in Bayern, Baden-Württemberg und Norddeutschland. Patienten finden unter www.bonuslaecheln.de weitere Informationen im Internet unter Dort können Neugierige schon am morgigen Freitag vorab den witzigen Spot „Bonusfrage“ hören, der in der kommenden Woche mehrmals täglich im Radio gesendet wird.

Für Rückfragen:

Julika Sandt, Pressestelle der Bayerischen Zahnärzte
Tel.: (089) 72401-162, Fax: (089) 72401-276, E-Mail: j.sandt(at)kzvb.de

 

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