Presseinformation der KZVB vom 13.04.2005

100 Tage für 32 Zähne - Neuer Vorstand zieht 100-Tage-Bilanz

Die Neuregelung mit Festzuschüssen beim Zahnersatz kommt nur sehr zäh in Gang. Viele der gesetzlich Versicherten sind verunsichert, ob und in welcher Höhe die Zuschüsse fließen. Mit bayernweiten Hörfunkspots will die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) deshalb die Patienten aufklären, so der KZVB-Chef Dr. Janusz Rat in der 100-Tage-Bilanz des neuen Vorstandes.

„In den ersten 100 Tagen haben wir viele Altlasten beseitigt und liegengebliebene Entscheidungen abgearbeitet“ weist sein Stellvertreter im Amt, Dr. Martin Reißig, auf die Erfolge der neuen KZVB-Führung hin. So konnte für die 8.500 bayerischen Vertragszahnärzte auch eine solide Berechnungsgrundlage für das laufende Jahr mit den Krankenkassen vereinbart werden.

Gleichzeitig werden die Zahnärztinnen und Zahnärzte vor Rückzahlungsforderungen aus früheren Abrechnungsperioden bewahrt. Selbst in der verfahrenen Situation mit den Kieferorthopäden in Oberbayern zeichnet sich eine für alle Beteiligten tragbare Lösung ab. „Die Patientenversorgung konnte von uns auf dem Verhandlungsweg zwischenzeitlich sichergestellt werden, ohne dass weitere Maßnahmen notwendig geworden sind“, so Rat über den neuen Kurs der KZVB.

Insgesamt habe sich der Paradigmenwechsel „weg von der Konfrontation hin zur kritisch-konstruktiven Zusammenarbeit im Umgang mit den Partnern im Gesundheitswesen, den Krankenkassen und dem Bayerischen Sozialministerium bereits bewährt.“

Sprechende Zahnmedizin

Auf Kommunikation setzt die KZVB-Spitze auch mit Blick auf die Festzuschussregelung, die ebenfalls seit 100 Tagen in Kraft ist. Jenseits der bisherigen medizinisch eingeschränkten Regelversorgung kann jeder Vertragszahnarzt seit Jahresbeginn seinen Kassenpatienten das komplette Leistungsspektrum der modernen Zahnersatzbehandlung anbieten – mit einem festen Kassenzuschuss, je nach Befund.

Diese Neuregelung mit „befundorientierten Festzuschüssen“ stellt die rund 10 Millionen gesetzlich Versicherten in Bayern bei der Auswahl von Zahnersatz deutlich besser als in der Vergangenheit . Bis Ende letzten Jahres erhielt der Patient einen Zuschuss nur zu den Grundleistungen der gesetzlichen Krankenkasse, nunmehr erhält er ihn bei jeder Variante.

Die Einteilung der Behandlungsalternativen erfolgt über sogenannte „gleichartige“ und „andersartige“ Versorgungsformen. „Leider hat sich dieses Wissen noch nicht ausreichend in der Bevölkerung herumgesprochen“, bedauert Rat. „In ständigem Kontakt mit den Krankenkassen, den Zahntechnikern und aktiver Unterstützung durch Staatsministerin Christa Stewens sind wir bemüht, dieses Informationsdefizit aufzuarbeiten. Die Zahnärzte in den Praxen werden ihre Patienten umfassend über Therapiealternativen informieren“.

Informationsoffensive

Zur Unterstützung dieser Anstrengungen soll die Bevölkerung in bayernweit ausgestrahlten Radiospots auch darüber aufgeklärt werden, dass bei einer Vorsorgeuntersuchung keine Praxisgebühr fällig ist. Parallel dazu bietet die KZVB für ihre 8.500 zahnärztlichen Mitglieder und deren Praxispersonal derzeit in jedem Regierungsbezirk zusätzliche Seminare an. Dr. Stefan Böhm, Referent für Honorarwesen der KZVB: „Das ist die beste Voraussetzung dafür, dass wir in den Praxen unsere Patienten in der gewohnt hohen Qualität zu angemessenen Preisen behandeln können.“


Für Rückfragen:

Hans Glatzl, Pressestelle der Bayerischen Zahnärzte,
Tel.: (089) 72401-162, Fax: (089) 72401-276, E-Mail: h.glatzl(at)kzvb.de

 

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