Presseinformation der KZVB vom 13.06.2005

Zahnersatz-Festzuschüsse patientenfreundlich

„Wer Zuzahlungen beim Zahnersatz 2005 und 2004 gegenüberstellt, vergleicht Äpfel mit Birnen“, so dementiert Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB), Falschmeldungen zu angeblichen Preissteigerungen beim Zahnersatz. Rat betont, welche Vorteile Patienten durch die neuen Festzuschüsse vielmehr haben: „Gesetzlich Krankenversicherte bekommen ihren Kassen-Anteil auch für Therapien, die sie zuvor komplett aus eigener Tasche zahlen mussten. Zudem bringen Festzuschüsse Transparenz ins Preis-Leistungs-Verhältnis beim Zahnarzt.“

Hintergrund der aktuellen Falschmeldungen zu den Festzuschüssen sei, dass die Krankenkassen für das Jahr 2004 nur ein lückenhaftes Bild über die Zuzahlungen von Patienten zeichnen können, da ihnen die zwischen Zahnarzt und Patient abgerechneten Mehrkosten früher nicht vorgelegt werden mussten. „Die Kassen vergleichen nun ihre unvollständigen und nicht repräsentativen Abrechnungsdaten 2004 mit den beantragten Fällen für das Jahr 2005“, so Rat.

In diesem Jahr sei das Abrechnungssystem aufgrund der neuen Festzuschüsse jedoch sehr viel transparenter, denn für 2005 liegen den Krankenkassen die veran-schlagten Gesamtkosten vor. Zudem sei ein direkter Vergleich aufgrund der veränderten Systematik gar nicht möglich, denn die Höhe der Zuschüsse war früher an der Therapie ausgerichtet, heute hängt sie vom Befund ab. Das bedeutet: Jeder, der beispielsweise eine Zahnlücke hat, bekommt von der Solidargemeinschaft die gleiche Summe, unabhängig davon, ob er sich für herausnehmbaren Zahnersatz, eine Brücke oder ein Implantat entscheidet.

Seriöse Informationen: www.bonuslaecheln.de

Vertreter der AOK Bayern hatten bei einer Besprechung am 8. Juni 2005 in Köln ausdrücklich erklärt, dass sie Medienberichte zum angeblichen Anstieg der Behandlungskosten für Patienten nicht nachvollziehen können und es sich hierbei um „eigene Berechnungen“ eines Magazins handle.

Rat stellt richtig: „Fakt ist, dass das zahnärztliche Honorar beim Zahnersatz Anfang 2004 bundesweit um 10 Prozent abgewertet wurde. In Bayern ist der Punktwert und damit das Honorar zu Beginn dieses Jahres aufgrund der Gesundheitsreform um weitere acht Prozent gesunken.“ Der KZVB-Vorsitzende bedauert, dass sogar Patientenberatungsstellen die Zahlen ungeprüft übernommen haben und weiterverbreiten. Seriöse Informationen zu den neuen Festzuschüssen finden Patienten im Internet unter www.bonuslaecheln.de.

Für Rückfragen:

Julika Sandt, Pressestelle der Bayerischen Zahnärzte
Tel.: (089) 72401-184, Fax: (089) 72401-276, E-Mail: j.sandt(at)kzvb.de

 

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