Presseinformation der KZVB vom 26.09.2005

Zahnärzte-Resolution: "Wachstum braucht Freiheit"

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) hat eine Deregulierungskommission für die Zahnheilkunde ins Leben gerufen. Bei ihrer Vertreterversammlung am Freitag, 23. September 2005, forderten die Delegierten die neue Bundesregierung in einer Resolution auf, der Gesundheitsversorgung der Patienten erste Priorität bei einer Neuordnung des Gesundheitswesens einzuräumen und die nötigen Mittel dafür bereitzustellen.

„Die Bürokratie bremst das wirtschaftliche Wachstum der Praxen, kritisierte der Vorsitzende der KZVB, Dr. Janusz Rat, die Überregulierung im Gesundheitswesen. „Wir Zahnärzte verbringen rund ein Viertel unserer Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben – Zeit, die für die Versorgung unserer Patienten fehlt.“ Um Bürokratie abzubauen, habe die KZVB eine Deregulierungskommission bestellt. Modell stand laut Rat die Hensler-Kommission der bayerischen Staatsregierung.

Die Vertreterversammlung der KZV Bayerns schlug ein umfangreiches Maßnahmenpaket vor. Unter anderem forderte das Gremium, das föderalistische Prinzip im Gesundheitswesen zu stärken und die Budgetierung abzuschaffen. Die Delegierten vertraten den Standpunkt, die im Januar dieses Jahres eingeführte Festzuschuss-Systematik in der Zahnersatz-Abrechnung sollte vereinfacht werden. Sie plädierten dafür, dass gesetzlich Krankenversicherte künftig beim Zahnarzt eine Rechnung bekommen, die ihnen ihre Krankenkasse erstattet. Dieses Prinzip der Kostenerstattung ist in der Privaten Krankenversicherung üblich. Zudem sprachen sich die Vertreter der KZVB dafür aus, die Selbstverwaltung zu stärken.

In einem weiteren, einstimmig angenommenen Beschluss stellte die Versammlung die Weichen dafür, die Regionen der KZVB-Bezirksstellen in Obmannsbereiche zu unterteilen. Die Vertragszahnärzte wählen künftig eine Obfrau oder einen Obmann, der ihrem Bereich vorsteht. Die ehrenamtlich tätigen Obleute informieren die Zahnärzte über Vorgänge, die für ihre Berufsausübung relevant sind. Sie organisieren Treffen zum kollegialen Meinungsaustausch und zur Fortbildung.

Die Resolution "Wachstum braucht Freiheit"

Für Rückfragen:

Julika Sandt, Pressestelle der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns, Tel.: (089) 72401-184, Fax: (089) 72401-276, E-Mail: presse(at)kzvb.de

 

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