Presseinformation vom 29.03.2005

Vorsorge kostet nichts!

Bayerische Kassenzahnärzte bieten Untersuchung ohne Praxisgebühr
Der Rückgang der Vorsorgeuntersuchungen alarmiert die 8500 Vertragszahnärzte im Freistaat. Rund 10 Prozent weniger Patienten strömten im vergangenen Jahr in die Praxen. Damit gefährden viele Versicherte aus falsch verstandener Sparsamkeit ihre Zahngesundheit auf Dauer, denn eine gute Prophylaxe beugt teuren und schmerzhaften Zahnerkrankungen wie Parodontose und Karies frühzeitig vor. Die Zahnvorsorgeuntersuchung ist für Kassenpatienten zweimal im Jahr kostenlos und bringt durch den Stempel im Bonusheft bei notwendigem Zahnersatz sogar eine Erhöhung des Festzuschusses um 30 Prozent der Regelleistung.


„Geiz ist nicht geil“, sondern kommt teuer, wenn man regelmäßige Gesundheitsvorsorge vernachlässigt. Dies gilt im Zahnbereich im besonderen Maße. Jüngst ermittelte Zahlen be-stätigen, dass durch die Einführung der Praxisgebühr und infolge der Verunsicherung bei der Gesundheitsreform offenbar viele Patienten den Zahnarztbesuch vermeiden. Zu Unrecht, wie Dr. Janusz Rat, Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) auf-klärt: „Jeder Kassenpatient über 18 Jahre hat zweimal im Jahr Anspruch auf eine zuzah-lungsfreie eingehende Untersuchung, sogar ohne dass die Praxisgebühr fällig wird.

Darüber hinaus verschafft bei regelmäßigem Zahnarztbesuch der Stempel im Bonusheft eine Erhö-hung des Festzuschussbetrages um bis zu dreißig Prozent“, wirbt Rat für eine regelmäßige Mundinspektion. „Auch bei diesen Vorsorgeuntersuchungen notwendige Röntgenaufnahmen, die Prüfung der Vitalität der Zähne, eine Voruntersuchung, ob eine Parodontoseerkrankung vorliegt oder eine einmal jährliche Zahnsteinentfernung lösen keine Praxisgebühr aus. Ebensowenig fällt die Praxisgebühr bei alleinigen privaten Leistungen an, wie z. B. der „pro-fessionellen Zahnreinigung“, einer wichtigen Maßnahme gegen die Parodontose, verbunden mit einem frischen Lächeln“.
Bayern ist bei Kariesprophylaxe Spitze

Kinder und Jugendliche sind nicht nur gänzlich von der Praxisgebühr befreit. Bis zum Alter von sechs Jahren ist die zahnärztliche Untersuchung beim Zahnarztbesuch einschließlich einer eingehenden Mundhygieneberatung und Motivation zur Prophylaxe sogar dreimal kos-tenlos. Darüber hinaus bekommen die Kinder meist auch noch ein kleines Geschenk zur Belohnung. In der Vergangenheit waren die bayerischen Zahnärzte im Kampf gegen Karies bei Kindern so erfolgreich, dass Kinder aus dem Freistaat deutschland- und europaweit die gesündesten Zähne aufweisen.

Damit dies so bleibt, sollten die Eltern nicht wegen Missverständnissen bei der Praxisgebühr ihren Nachwuchs vom Zahnarztbesuch abhalten, meint der KZVB-Chef.


Für Rückfragen:

Hans Glatzl, Pressestelle der Bayerischen Zahnärzte,
Tel.: (089) 72401-162, Fax: (089) 72401-276, E-Mail: h.glatzl(at)kzvb.de

 

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