Gemeinsame Presseinformation der KZVB und des Bayerischen Beamtenbundes vom 02. Juni 2006

Erhalt der Privaten Krankenversicherung unverzichtbar


Den Erhalt der Privaten Krankenversicherung und des hohen zahnmedizinischen Versorgungsniveaus der Beamtenschaft fordern gemeinsam die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) und der Bayerische Beamtenbund (BBB) mit Blick auf die anstehende Gesundheitsreform. „Im Mittelpunkt steht die Sicherung der qualitativ hochwertigen und flächendeckenden medizinischen Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger“, betonte Rolf Habermann, Vorsitzender des BBB. „Politisch verordnete  Zwänge, Privatleistungen unter dem Vergütungsniveau der gesetzlichen Krankenkassen erbringen zu müssen, schaden massiv allen Beteiligten“, sagte Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstandes der KZVB.


Die Kritik an den Privatversicherten und damit gerade auch an den Staatsbediensteten, sie verhielten sich unsolidarisch, wies Habermann als „völlig verfehlt“ zurück. Die gemeinsame Absicherung des Krankheitsrisikos durch gesetzliche und private Krankenversicherung sei ein wesentlicher Grund für die Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitswesens.


Mit der Einführung eines Standardtarifs könne das Leistungsniveau nicht gehalten werden, betonte Dr. Janusz Rat. „Die Zahnärzte sollen damit gezwungen werden, Privatleistungen zu einem Gebührensatz zu erbringen, der weit unter dem der gesetzlichen Krankenkassen liegt.“ Das sei „nicht realistisch, weil es für die Praxen betriebswirtschaftlich nicht machbar ist“.


In dem ausführlichen gemeinsamen Gespräch vertieften Habermann und Rat die vielfältigen, oftmals problematischen Auswirkungen von gesundheitspolitisch angedachten Reformmaßnahmen. „Die zahnmedizinische Versorgung muss gleich gut bleiben! Das sehe ich als gesundheitspolitische Aufgabe unserer Organisationen“, fasste Habermann zusammen.


Zu gleichen Ergebnissen kamen bereits der Vorsitzende des Beamtenbundes Baden-Württemberg, Volker Stich, und der Vorsitzende des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Dr. Peter Kuttruff.

Ihre Ansprechpartner:


Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes
Schwanthalerstr. 21,
80336 München
Telefon: 089/55 25 88 - 0

Dr. Janusz Rat,
Fallstraße 34,
81369 München
Telefon: 089/72 40 1 - 111

 

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