Presseinformation der KZVB vom 18.05.2006

Solidarisch und konstruktiv


PERSPEKTIVE ZAHNGESUNDHEIT der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns


München, 18. Mai 2006 – Im Vorfeld der Gesundheitsreform machen Ärzte und Zahnärzte ihren begründeten Existenzängsten Luft. Gleichzeitig steht die mangelnde Transparenz im Gesundheitswesen unter Beschuss. Lösungsansätze für mehr Transparenz, eine weiterhin hohe Qualität der zahnmedizinischen Versorgung und sichere Arbeitsplätze im Gesundheitswesen unterbreitet die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (kzvb) mit ihrer politischen Agenda PERSPEKTIVE ZAHNGESUNDHEIT.


Der Vorstand der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns erklärt sich solidarisch mit den Ärzten und Zahnärzten, die am morgigen Freitag für eine gesicherte medizinische Versorgung der Bevölkerung demonstrieren. Die Proteste flankieren die Meinungsbildung und einen politischen Prozess, bei dem es um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und um den Erhalt von Arbeitsplätzen in einem zentralen Wirtschaftszweig geht. Angesichts dieser Herausforderungen haben die beiden kzvb-Vorsitzenden ein konstruktives Maßnahmenpaket vorgelegt. Schwerpunkte sind Qualität und Transparenz für gesetzlich Krankenversicherte beim Zahnarzt.

„Unter anderem wollen wir mit einem qualitätsgesicherten Gutachterwesen eine hochwertige Versorgung der Patienten sichern“, so der KZVB-Vorsitzende Dr. Janusz Rat. Der stellvertretende Vorsitzende Dr. Martin Reißig ergänzt: „Neue Prophylaxekonzepte sollen der Altersentwicklung der Bevölkerung gerecht werden.“ Die Vorsitzenden plädieren weiter dafür, dass sich Ärzte und Zahnärzte einem von der Öffentlichkeit geforderten Ranking stellen. Um mehr Kostentransparenz für die Versicherten zu schaffen, schlagen sie vor, Budgets und Degression abzuschaffen. Schließlich werden bei diesen beiden Maßnahmen die Honorare nachträglich gekürzt. Zahnarzt und Patient wissen somit nicht, was die Krankenkasse für die jeweilige Leistung bezahlt. Um die Ausgaben der Krankenkassen stabil zu halten, sprechen sich Rat und Reißig statt dessen dafür aus, das Festzuschuss-System weiterzuentwickeln und zu entbürokratisieren. Die Agenda PERSPEKTIVE ZAHNGESUNDHEIT finden Sie hier.


Für Rückfragen:

Julika Sandt, Pressestelle der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns
Tel.: 089 72401-184, Fax: 089 72401-276, E-Mail: presse(at)kzvb.de

 

 

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