AOK Bayern und KZVB schließen bundesweit ersten Qualitätsvertrag zur Kieferorthopädie

Fallpauschalen reduzieren Zuzahlung für Patienten

Die AOK Bayern hat mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) den bundesweit ersten Vertrag zur Förderung der Qualität in der kieferorthopädischen Versorgung abgeschlossen. Die neue Versorgungsform steht für AOK-Versicherte in Bayern ab Januar 2007 flächendeckend zur Verfügung. Wesentliches Ziel des Vertrages ist es, den Versicherten eine umfassende, qualitativ höherwertige kieferorthopädische Behandlung anzubieten und dabei die privaten Zuzahlungen der Patienten zu reduzieren.

Ebenfalls neu ist die Umstellung der Abrechnung auf sogenannte Fallpauschalen, die nach vier Schwierigkeitsgraden gestaffelt sind. „Die Fallpauschalen beinhalten einen erweiterten Leistungskatalog, der über die ansonsten in der gesetzlichen Krankenversicherung zur Verfügung gestellten Leistungen deutlich hinaus geht. Die bisher üblichen hohen privaten Zu-zahlungen sollen so für Versicherte der AOK Bayern deutlich reduziert werden“, so AOK-Chef Dr. Helmut Platzer. Teilnehmende AOK-Mitglieder können so bis zu 700 Euro einsparen. „In erster Linie wollen wir dadurch Familien mit Kindern entlasten“, so Platzer. Nur für über den Vertrag hinausgehende Sonderwünsche der Patienten, wie zum Beispiel kosmetische Brackets oder Apparaturen, die die Mitarbeit des Patienten ersetzen, sind weiterhin private Zusatzvereinbarungen möglich.

„Der neue Vertrag gibt den Kieferorthopäden Planungssicherheit, das wird sich positiv auf die Versorgungsqualität auswirken", erklärt der KZVB-Vorsitzende Dr. Janusz Rat. Er ist ü-berzeugt, dass darüber hinaus die bayerischen AOK-Patienten von dem Vertrag profitieren werden. Dr. Anton Schweiger, KZVB-Referent für Kieferorthopädie, ergänzt: „Der Vertrag zwischen der AOK Bayern und der KZVB ermöglicht vielen AOK-Versicherten, die sich keine hohen Zuzahlungen leisten können, eine höherwertige kieferorthopädische Behandlung.“ Der Vertrag sieht eine umfangreiche Qualitätssicherung vor, wie beispielsweise die wissenschaftliche Begleitung durch die bayerischen Universitätszahnkliniken. Auch die Wartezeiten für AOK-Patienten sind auf maximal 30 Minuten je Behandlungstermin begrenzt.

Die Teilnahme an diesem Vertrag ist für AOK-Versicherte sowohl bei einer beginnenden kieferorthopädischen Behandlung als auch bei einer Behandlung, die noch nicht länger als sechs Quartale andauert, möglich.

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