Pressemeldlung vom 27.10.2006

Gesundheitsreform muss gestoppt werden
KZVB fordert Machtwort der Kanzlerin

Für einen sofortigen Stopp der Gesundheitsreform und eine Denkpause hat sich der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB), Dr. Janusz Rat, ausgesprochen.
 
„Das Durchpeitschen dieser Reform, nur um die Koalition zu retten, ist der falsche Weg“, kritisiert Rat. Die Öffentlichkeit, vor allem die Patientinnen und Patienten, würden früher oder später erkennen, dass es nicht um ihre Gesundheit gehe sondern um den Machterhalt der Regierung. Keines der Ziele, wie eine bessere Versorgung der Patienten oder mehr soziale Gerechtigkeit, werde durch die Reform erreicht. Im Gegenteil: Mit dem Gesundheitsfonds setze die Regierung die medizinische Versorgung der Patienten in Bayern aufs Spiel. „Das Geld, das durch den zentralistischen Fonds aus Bayern abgezogen wird, fehlt künftig in der medizinischen Versorgung unserer Patienten.“ So begründet der Chef der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns seine Forderung, den Föderalismus im Gesundheitswesen zu erhalten und auszubauen.

„Die Ministerialbürokratie regiert“

Die Reform sei verwaltungsintensiv, kompliziert, und bürgerfremd. „Sie hat keinen erkennbaren Nutzen, und kaum jemand versteht sie. Selbst die Verantwortlichen können die Tragweite ihrer geplanten Reform nicht mehr übersehen. Die Ministerialbürokratie regiert“, so Rat.

„Wenn die Kanzlerin die Reform stoppt, wäre dies kein Zeichen von Schwäche, sondern von Führungsstärke und Weitblick“, meint der KZVB-Vorsitzende. Die Koalitionäre müssten einsehen, dass sie sich hoffnungslos verrannt haben.
 
Für Rückfragen:
Pressestelle der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns,
Julika Sandt, Telefon: 089 72401-184,
Leo Hofmeier, Telefon: 089 72401-214,
Fax: 089 72401-276, E-Mail presse(at)kzvb.de