12.04.2022. Hohe Impfquote auch ohne Impfpflicht.

Zahnärzte begrüßen Holetscheks pragmatisches Vorgehen.

Nachdem es in Deutschland keine allgemeine Impfpflicht geben wird, wackelt auch die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat angekündigt, dass sich die Staatsregierung bei Entscheidungen über Sanktionen „sehr großzügig“ verhalten werde.

Christian Berger, Vorsitzender des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) begrüßt dieses pragmatische Vorgehen:

„Wir haben in den bayerischen Zahnarztpraxen eine sehr hohe Impfquote. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht ist sicher sinnvoll zum Schutz vulnerabler Patientengruppen, aber ohne eine allgemeine Impfpflicht verkommt sie zur reinen Symbolpolitik. Alle Zahnärzte schützen sich und ihre Patienten bei der Berufsausübung seit Beginn der Pandemie hervorragend. Das gilt auch für die wenigen Zahnärzte und Angestellten, die sich aus persönlichen oder medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Das hohe Niveau der Schutz- und Hygienemaßnahmen in unseren Praxen sorgt in Verbindung mit regelmäßigen Testungen dafür, dass es bisher nicht zur Infektionsweitergabe kam – sie ist so gut wie ausgeschlossen. Klaus Holetschek hat zu Recht auf den Fachkräftemangel hingewiesen. So ist jede Mitarbeiterin, die wegen der Impfpflicht in einen anderen Beruf wechselt, eine zu viel.“

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