Flexibilität nutzen

Ein Kollege kann als angestellter Zahnarzt in der Praxis eines Freundes mitarbeiten, ohne die eigene Vollzulassung aufzugeben.

Der Fall

Nach seiner Assistenzzeit hat ein junger Zahnarzt eine neue berufliche Herausforderung gesucht und einige Jahre an einem Ärztezentrum in Skandinavien gearbeitet.

Als eine Alterspraxis in einer süddeutschen Universitätsstadt zum Verkauf stand, hat er sie schnell entschlossen übernommen. Doch der Konkurrenzdruck in der Stadt ist groß. Trotzdem lassen sich noch immer neue Kollegen nieder. Sie versuchen unter anderem durch eine Ausdehnung der Sprechzeiten neue Patienten zu gewinnen. Sogar abends und am Wochenende wird behandelt. Dies geht natürlich zulasten der Freizeit und der Lebensqualität. Zwei zahnärztliche Tageskliniken am Ort, die viel Werbung machen, setzen den Praxen ebenfalls zu. Nach einigen Jahren wird dem Kollegen klar, dass trotz regelmäßiger Fort- und Weiterbildung an eine Ausweitung der Praxis nicht zu denken ist. Er entschließt sich, sein Angebot zu erweitern und fügt den Tätigkeitsschwerpunkt Endodontologie hinzu.

Ein Freund und Kollege, der 100 Kilometer entfernt seine Praxis hat, hat sehr viel zu tun und würde gerne auf die Unterstützung des Zahnarztes aus der Universitätsstadt zurückgreifen. Er würde ihn einige Stunden pro Woche anstellen und an ihn die Endofälle abgeben. Der Zahnarzt ist dazu gerne bereit, aber nur, wenn dadurch nicht seine Zulassung gefährdet ist.

Die Lösung

Der Kollege kann als angestellter Zahnarzt in der Praxis seines Freundes mitarbeiten, ohne die eigene Vollzulassung aufzugeben. Die maximale Wochenarbeitszeit beträgt 13 Stunden.