KZVB stellt Cryptshare zur Verfügung

Die sichere Übertragung personenbezogener Daten gewinnt nicht nur vor dem Hintergrund der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zunehmend an Bedeutung. Die KZVB reagiert darauf mit der Einführung der Web-Anwendung „Cryptshare“. Die Nutzung ist für die bayerischen Vertragszahnärzte kostenlos.

Cryptshare wurde von der deutschen Firma befine Solutions AG entwickelt und ermöglicht den einfachen und sicheren Austausch vertraulicher Informationen durch die verschlüsselte Ablage von Dateien und Nachrichten auf einem Server. Diese Dateien können vom Empfänger mit einem Kennwort abgerufen werden. Der Server informiert Absender und Empfänger über den aktuellen Stand der Datenübertragung. Die Einsatzmöglichkeiten von Cryptshare regeln die Nutzungsbedingungen, die Sie auf der KZVB Cryptshare Startseite finden und denen Sie vor der ersten Nutzung zustimmen müssen.

Die Nutzung von Cryptshare ist einfach. Wer Daten übertragen möchte, klickt auf das Feld „Bereitstellen“ und gibt seine Kontaktdaten ein. Danach wählt man einen oder mehrere Empfänger aus und gibt deren E-Mail-Adresse ein. Sobald die Dateien hochgeladen sind, erhält der Empfänger eine Benachrichtigung per E-Mail. Darin enthalten ist ein Link für den Download der hinterlegten Dokumente. Der Empfänger hat dann zehn Tage Zeit, die Dokumente abzurufen. Der Rest ist selbsterklärend, wird aber auch in den einzelnen Bildschirmmasken beschrieben.

Cryptshare steht Mitgliedern der KZVB im internen Bereich von kzvb.de zur Verfügung. Sie finden den Link zu Cryptshare sofort nach dem Login in den internen Bereich auf der "Zahnarztpraxis" - Seite rechts oben. Bei der Ersteinrichtung erfolgt die Überprüfung des Benutzers über dessen E-Mail-Adresse. Diese „Verifizierung“ bleibt je nach Nutzungshäufigkeit für einen definierten Zeitraum gültig. Danach verlangt das System eine erneute Verifizierung. Diese ist auch erforderlich, falls sich die E-Mail-Adresse ändern sollte.

Besonders sinnvoll ist die Verwendung von Cryptshare für die Übertragung von Patientendaten wie zum Beispiel Röntgenbildern. Die Übertragung per E-Mail ist mit dem geltenden Datenschutzrecht nicht vereinbar.

Notwendig ist diese Lösung auch geworden, weil es beim Aufbau der Infrastruktur der gematik im Bereich Datenaustausch immer wieder zu Verzögerungen kommt. Bis auf Weiteres sind Zahnärzte durch die Verwendung von Cryptshare datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite.