Pilotprojekt Mediation


Wer wird denn gleich vor Gericht gehen?

Zahnarztpraxen sind einem dichten Geflecht von Beziehungen ausgesetzt. Kooperationspartner, Patienten, Mitarbeiter, Vertragspartner (Labor, Vermieter, Dienstleister) - überall gibt es Konfliktpotenzial, das dem Praxiserfolg schaden kann. Die Ursachen sind oft unterschiedliche Auffassungen über die Arbeitszeit, die Gewinnverteilung, Lebensziele, oder die Leistungsbereitschaft. Hinzu kommen vielfach Kommunikationsprobleme. Auch unzufriedene Patienten können der Praxis – etwa durch negative Bewertungen – schaden.

Doch nicht jeder Streit muss gleich vor Gericht ausgetragen werden. Mediation bietet hier Lösungsmöglichkeiten.

Mediation - Was ist das?

Mediation ist ein freiwilliges und vertrauliches Verfahren in dem die Konfliktpartner selbständig und einvernehmlich für die Zukunft einen Konflikt lösen. Der Mediator steuert und strukturiert das Verfahren. Einzigartig ist jedoch, dass er sich aus dem Konflikt heraushält und anders als der Richter/Schiedsrichter/Schlichter keinerlei Entscheidung in der Sache selbst trifft. Es ist daher nahezu ausgeschlossen, aus einer Mediation als Verlierer herauszugehen.

Die KZVB plant in einem Pilotprojekt „Mediation in der Zahnarztpraxis“ den Mitgliedern kostenlos eine Mediation bei Konflikten mit Bezug zur Zahnarztpraxis anzubieten.

Mediation bietet nicht nur die Möglichkeit Konflikte und daraus resultierende Beeinträchtigungen des Praxiserfolgs einvernehmlich und dauerhaft für die Zukunft zu lösen, sie fördert auch die Eigenverantwortung der Mitarbeiter und die Leistungsbereitschaft. Die Folge ist eine höhere Wertschöpfung des Praxisinhabers.

Die KZVB möchte in diesem Pilotprojekt das in vielen Lebens- und Rechtsbereichen erfolgreich angewandte Mediationsverfahren für die Zahnarztpraxis anbieten.

Wie können Konflikte mit einer Mediation gelöst werden?

Sehr häufig sind Konflikte zwischen gesellschaftsrechtlichen Partnern. Beispiele sind hier die Verteilung der Arbeitszeiten und der Gewinne, Bewertungen, Abfindungen, das Verhältnis Senior- und Juniorpartner, unterschiedliche persönliche Lebensziele, fehlende Anerkennung und generell Kommunikationsschwierigkeiten. Bei all diesen Problemen bietet die Mediation einvernehmliche Lösungsmöglichkeiten. Dadurch, dass die Konfliktpartner die Konflikte selbst lösen, sind die getroffenen Lösungen viel nachhaltiger, als wenn sie seitens eines Dritten entschieden werden.

Eines der Kernwesen der Mediation ist der strukturierte Ablauf. Man spricht von einem Phasenmodell. Lesen Sie mehr über das strukturierte Vorgehen zur Lösung im Bayerischen Zahnärzteblatt, Ausgabe April 2015


Nikolai Schediwy

Weitere Fragen zur Mediation und zu den Voraussetzungen für die Einschaltung eines hausinternen Mediators beantwortet Nikolai Schediwy gerne persönlich.



Nikolai Schediwy
Tel.: 089 72401-280
n.schediwy(at)kzvb.de