Videosprechstunden. Videofall­konferenzen.

Videosprechstunden und Videofallkonferenzen sind über festgelegte Standards auch in der vertragszahnärztlichen Versorgung möglich.

Videosprechstunden und Videofallkonferenzen können seit dem 1. Oktober 2020 für die Versorgung der betreffenden Versicherten abgerechnet werden. 

Die neuen Bema-Leistungen sind gesetzlich vorgesehen für Versicherte, die einem Pflegegrad nach § 15 SGB XI zugeordnet sind oder Eingliederungshilfe erhalten sowie für Versicherte, an denen zahnärztliche Leistungen im Rahmen eines Kooperationsvertrages gem. § 119b Abs. 1 SGB V erbracht werden (vgl. §§ 87 Abs. 2k, 87 Abs. 2i SGB V).

Bema-Gebühren


Für Videosprechstunden, Videofallkonferenzen, Telekonsile, Technikzuschlag
Beachten Sie Folgendes bei der Leistungserbringung und Abrechnung:
Artikel aus dem BZBplus 11/2020
 

Informationsbroschüre der Bundes-KZV

Um den Zahnarztpraxen den Umgang mit den Leistungen zu erleichtern, stellt die
Bundes-KZV die Broschüre „Videosprechstunden, Videofallkonferenzen und Telekonsile in der vertragszahnärztlichen Versorgung – Die wichtigsten Informationen für Zahnarztpraxen“ zur Verfügung. Die Publikation zeigt Vertragszahnärzten und Praxisteams anschaulich auf, welche technischen Anforderungen und Voraussetzungen beachtet werden müssen. Schritt-für-Schritt-Anleitungen bieten einen leicht verständlichen Überblick, etwa auf dem Weg von der analogen in die digitale Sprechstunde. Transparente Hinweise erleichtern zudem die Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen. Die Broschüre können Sie auf der Website der Bundes-KZV als PDF kostenfrei abrufen. 

 

Zertifizierte Videodienstanbieter

Eine fortlaufend aktualisierte Liste zertifizierter Videodienstanbieter finden Sie auf der Website der Bundes-KZV.
 

Ausblick

In einem Referentenentwurf zum 3. Digitalisierungsgesetz ist der weitere Ausbau der Telemedizin insbesondere der Videosprechstunden für Information, Beratung und Aufklärung geplant. Die Ausweitung der Videosprechstunden im vertragszahnärztlichen Bereich auf alle Versicherten erscheint nach Ansicht der KZBV auch angesichts der globalen Epidemielage und des Social Distancings geboten zu sein.