Zahnarztnummer. Ab 1. Januar 2023.

Ihr Überblick zur Einführung.

Zahnarztnummern rechtzeitig in das Praxisverwaltungssystem einpflegen

Ab dem Stichtag 1. Januar 2023 müssen im Rahmen der Abrechnung die Zahnarztnummern aller am Behandlungsfall beteiligten Behandler (nicht: Assistenzzahnärzte) angegeben werden. Die Zahnarztnummer ersetzt nicht die ABE-Nummer. Die Abrechnung erfolgt weiterhin mittels der ABE-Nummer.

Auch für digitale Anwendungen beispielsweise EBZ, eAU oder E-Rezept wird die Zahnarztnummer verwendet.

Die Zahnarztnummer wird derzeit per Post zugeschickt. Bitte geben Sie diese möglichst zeitnah in Ihr PVS ein.

Weitere Infos dazu unten in den FAQ

Virti-Talks mit Infos

Nutzen Sie auch unsere Virti-Talks im Dezember damit wir Ihre Fragen dazu beantworten.

Der Gesetzgeber hat die Kennzeichen für Leistungsträger und Leistungserbringer im SGB V festgelegt. Danach muss die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) ein bundesweites Verzeichnis der an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Zahnärzte führen (§ 293 Abs. 4 SGB V). Neben den Angaben zur Person und zur Praxis des Zahnarztes muss auch die Zahnarztnummer enthalten sein.

Richtlinie der Bundes-KZV trat am 1.1.2022 in Kraft

Am 1. Januar 2022 trat die Richtlinie der KZBV zur Vergabe der Zahnarztnummern im vertragszahnärztlichen Bereich in Kraft. Diese regelt unter anderem, dass zugelassene Vertragszahnärzte, angestellte und ermächtigte Zahnärzte von ihrer zuständigen Kassenzahnärztlichen Vereinigung eine Zahnarztnummer erhalten. 

Aufbau der Zahnarztnummer mit 9 Ziffern

Die Zahnarztnummer muss insgesamt neun Ziffern aufweisen: eine sechsststellige eindeutige Ziffernfolge, eine Prüfziffer an siebter Stelle sowie eine zweistellige Zahnarztkennung am Ende. Bei der Zahnarztkennung steht „91“ für Zahnärzte und „50“ für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, die sowohl an der vertragsärztlichen als auch an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmen.

Vereinbarung mit dem GKV-Spitzenverband I Bundesmantelvertrag-Zahnärzte

Die KZBV am 7. Februar 2022 eine Vereinbarung mit dem GKV-Spitzenverband über die Zahnarztnummernvergabe gemäß § 293 Absatz 4 SGB V geschlossen. Diese soll sicherstellen, dass die Zahnarztnummern personeneindeutig sind und dadurch eine Identifikation der Zahnärzte für die gesamte Dauer ihrer Tätigkeit innerhalb der vertragszahnärztlichen Versorgung ermöglicht wird. Zudem wurde festgelegt, dass die Zahnarztnummern bundesweit ab dem 1. Januar 2023 verbindlich zu verwenden sind.

Zum 1. Januar 2023 wird außerdem § 21a Bundesmantelvertrag-Zahnärzte (BMV-Z) neu eingeführt. Danach hat der Vertragszahnarzt, der angestellte und der ermächtigte Zahnarzt die ihm jeweils von der Kassenzahnärztlichen Vereinigung zugewiesene Zahnarztnummer in den vorgeschriebenen Fällen zu verwenden. Weiter heißt es unter § 21a BMV-Z, dass in den zur Abrechnung gebrachten Behandlungsfällen die Zahnarztnummern aller am Behandlungsfall beteiligten Zahnärzte der Praxis angegeben werden müssen. Schließlich ergibt sich auch aus den Änderungen des Vertrages über den Datenaustausch auf Datenträgern, dass ab 1. Januar 2023 alle Abrechnungen die jeweiligen Zahnarztnummern enthalten müssen. Dies betrifft sowohl konservierend-chirurgische Leistungen einschließlich FU/IP, Leistungen bei Kieferbruch und Kiefergelenkserkrankungen, kieferorthopädische Leistungen, PAR-Leistungen als auch Zahnersatz- Leistungen nach § 55 SGB V.

FAQ - Auswirkungen auf die Praxis

Die bayerischen Vertragszahnärzte, angestellte und ermächtigte Zahnärzte erhalten derzeit ihre Zahnarztnummer. Assistenzzahnärzte müssen keine eigene Zahnarztnummer verwenden.

Wie wird die Zahnarztnummer im Praxisverwaltungssystem eingeführt?

Nach Auskunft der KZBV liegen den PVS-Herstellern die erforderlichen Informationen zur Eintragung und Nutzung der Zahnarztnummern vor. Bei Rückfragen zur technischen Umsetzung kontaktieren Sie bitte Ihren zuständigen PVS-Hersteller.

Ersetzt die Zahnarztnummer die bisherige ABE-Nummer?

Nein, die Regelungen zur ABE-Nummer bleiben weiterhin bestehen.

Was ist bei der Abrechnung zu beachten?

Bei der Abrechnung ist zu beachten, dass ab dem Stichtag 1. Januar 2023 bei der Übermittlung der Abrechnungsunterlagen die Zahnarztnummern aller am Behandlungsfall beteiligten Zahnärzte (nicht: AssistenzzahnärzteHinweis) angegeben werden müssen. Die KZV hat den Datensatz an die jeweilige Krankenkasse zu übermitteln, andernfalls ist die Abrechnung nicht möglich. Durch die Angabe der Zahnarztnummern kann eine Zuordnung zum Behandlungsfall zwar erzielt werden. Da jedoch lediglich die an einem Behandlungsfall beteiligten Behandler anzugeben sind, ist die konkrete Zuordnung der einzelnen erbrachten Leistungen zum jeweiligen Behandler weiterhin nicht erforderlich. Bei den übrigen digitalen Anwendungen wie beispielsweise der eAU, dem E-Rezept oder EBZ wird die Zahnarztnummer ebenfalls bereitgestellt. Die Zahnarztnummer(n) sollte(n) daher rechtzeitig in das Praxisverwaltungssystem eingepflegt werden.
Hinweis: Assistenzzahnärzte erhalten keine Zahnarztnummer, diese ist daher auch nicht anzugeben..

Die Zahnarztnummer ist personenbezogen

Jedem Zahnarzt darf ausschließlich eine Zahnarztnummer zugewiesen werden. Sollten Sie mehr als eine Zahnarztnummer erhalten, benachrichtigen Sie bitte unverzüglich die jeweilige KZV. Sollten Sie eine (weitere/neue) Tätigkeit im Zuständigkeitsbereich einer anderen KZV aufnehmen, teilen Sie – vor Aufnahme der Tätigkeit – Ihre Zahnarztnummer der "neuen" KZV mit."

Ist die Zahnarztnummer auf dem Praxisstempel anzubringen?

Nein, auf dem Praxisstempel ist die Zahnarztnummer nicht erforderlich, sonder weiterhin die ABE Nummer.