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Vor Ort. Im Dialog.

Die KZVB spricht mit Vertretern der Politik und der Krankenkassen über die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens.

DAK im Dialog (1.4.2026)

Präventionserfolge nicht gefährden - KZVB warnt vor Einsparungen bei den Zahnärzten

Die DAK-Landesvertretung Bayern hatte den Termin für ihre gesundheitspolitische Diskussionsrunde gut gewählt. Am 1. April, zwei Tage nachdem die FinanzKommission Gesundheit ihre Empfehlungen vorgelegt hat, konnten rund 200 Gäste aus dem Gesundheitswesen ihre Sichtweise zu den Reformvorschläge darlegen. 

Auf dem Podium saßen unter anderem Prof. Dr. Wolfgang Greiner, Vorsitzender der FinanzKommission, Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag und Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK. 

Die KZVB war mit dem gesamten Vorstand vertreten. Dr. Rüdiger Schott verwies darauf, dass die präventionsorientierte Zahnmedizin zu Milliardeneinsparungen bei den Krankenkassen geführt habe. Die vorgeschlagenen Kürzungen bei den Punktwert- und Budgeterhöhungen seien ungerecht und ein grundfalsches Signal für den Nachwuchs. Sie gefährdeten die flächendeckende Versorgung. 

Dr. Marion Teichmann betonte gegenüber Prof. Dr. Greiner, dass die Kieferorthopädie sehr wohl evidenzbasiert sei. Nicht behandelte Zahnfehlstellungen hätten erhebliche Auswirkungen auf die Mundgesundheit. Dies hatte die FinanzKommission in ihrem Bericht bezweifelt.

Sitzung der CSU-Fraktion (10.3.2026)

Hoher Besuch im Bayerischen Landtag: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stellte bei einer Sitzung der CSU-Fraktion ihre gesundheitspolitische Agenda vor. Allzu konkret wurde sie aber nicht, weil die von ihr eingesetzte „FinanzKommission Gesundheit“ ihre Reformvorschläge noch nicht vorgelegt hat. 

Dass die Zahnmedizin nicht zu den Kostentreibern im deutschen Gesundheitssystem zählt, stellte Dr. Andrea Albert klar. Die Eichstätter Zahnärztin ist Vizepräsidentin des Verbandes Freier Berufe Bayern und stellvertretende Vorsitzende der Bezirksstelle Oberbayern. Sie verwies darauf, dass der Anteil der Zahnmedizin an den GKV-Gesamtausgaben bei nur noch knapp sechs Prozent liege.

CSU-Parteitag (12./13.12.2025)

Bürokratieabbau jetzt

Die Bürokratiebelastung ist das größte Ärgernis in den Zahnarztpraxen und schreckt den Nachwuchs von der Niederlassung ab. Um ein Praxissterben zu verhindern, muss die Politik jetzt handeln. Das war unsere klare Botschaft beim CSU-Parteitag in München. 

An unserem Infostand waren unter anderem Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz, Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, Bundesforschungsministerin Doro Bär, MdL Bernhard Seidenath, MdB Emmi Zeulner, MdB Anja Weisgerber und CSU-Generalsekretär Dr. Martin Huber.

GPA-Landesversammlung (13.9.2025)

Angesichts permanent steigender Gesundheitsausgaben rücken Prävention und Prophylaxe verstärkt in den Fokus der Gesundheitspolitik. Auch der Landesvorstand des gesundheitspolitische Arbeitskreises der CSU (GPA) diskutierte darüber, wie man Krankheiten vermeiden und Therapien optimieren kann. 

Der KZVB-Vorsitzende Dr. Rüdiger Schott verwies auf die enormen Erfolge der Zahnärzte bei der Verbesserung der Mundgesundheit, die durch die DMS 6 bestätigt wurden. Noch nie hatten die Deutschen bessere Zähne als heute. Und das wirkt sich auch auf die Finanzen der Krankenkassen positiv aus. Der Anteil der Zahnmedizin an den Gesamtausgaben liegt mittlerweile unter sechs Prozent. 

Umso unverständlicher ist es aus Schotts Sicht, dass zahnerhaltende Maßnahmen noch immer budgetiert sind. Schott betonte, dass auch die befundorientierten Festzuschüsse für Zahnersatz das Bewusstsein für eine gute Mundhygiene geschärft hätten. Die Zahnmedizin könne hier Vorbild für andere Medizinbereiche sein. 

Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach wirbt aktuell für einen konsequenten Impfschutz gegen Hepatitis B. Die KZVB unterstützt diese Bemühungen, weil Hepatitis-Patienten eine besondere Herausforderung für den Zahnarzt und das Praxisteam darstellen. Dr. Rüdiger Schott stellte deshalb einen Plakatentwurf vor, der demnächst an alle bayerischen Praxen verschickt werden soll. 

Im Dialog mit der DAK (23.5.2025)

„DAK im Dialog“ heißt eine Veranstaltungsreihe der DAK-Landesvertretung Bayern. Dieses Jahr ging es vor allem um die angespannte Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung.

Dr. Jens Kober, Mitglied des Vorstands der KZVB, verwies gegenüber DAK-Chef Andreas Storm darauf, dass die Zahnärzte nicht die Kostentreiber im Gesundheitswesen seien. Dies liege unter anderem an den großen Erfolgen bei Prävention und Prophylaxe, die Vorbild für andere Medizinbereiche sein könnten.

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