eHBA. Elektronischer Heilberufsausweis.

Ihr elektronischer Zahnarztausweis.

Elektronischer Heilberufsausweis ist der Oberbegriff für den Heilberufsausweis aller im Gesundheitswesen approbierten Heilberufler. Für die Zahnärztinnen und Zahnärzte ist das der elektronische Zahnarztausweis (eZAA), der Ihnen die Nutzung medizinischer Anwendungen der Telematikinfrastruktur ermöglicht. Wer beispielsweise eine elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen möchte, braucht den eHBA dafür.

Fragen – zum Beispiel zur Freischaltung, Refinanzierung und Sanktionierung –beantworten wir in unserem KZVB-Leitfaden eHBA zum Herunterladen als PDF-Datei und unten im Text.

Wer braucht wofür den eHBA? – Praxisinhaber, angestellte Zahnärzte

Die Verfügbarkeit des eHBA für Praxisinhaber muss spätestens ab dem Zeitpunkt gewährleistet sein, zu dem die Einführung medizinischer Anwendungen der TI beginnt. Seit dem 2. Quartal 2020 sind Praxen durch das Einspielen entsprechender Updates (ehealth) für den TI-Konnektor theoretisch in der Lage, diese medizinischen Anwendungen zu nutzen. Der Zugriff auf das Notfalldatenmanagement (NFDM) oder den elektronischen Medikationsplan (eMP) ist nur erlaubt, wenn mindestens ein Zahnarzt der Praxis einen eHBA besitzt. Darüber hinaus sind die Pflichtanwendungen elektronische Patientenakte (ePA) und elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) nur mit gültigem eHBA durchführbar. Es spielt keine Rolle, ob der Zahnarzt selbstständig oder angestellt in der Praxis tätig ist. Möchte ein angestellter Zahnarzt beispielsweise eine eAU ausstellen, so benötigt er zwingend einen eHBA, mit welchem er u.a. die elektronische qualifizierte Unterschrift (QES) leisten kann.
Zukünftig darf auch der elektronische Praxisausweis (SMC-B) in den Praxen nur noch genutzt werden, wenn ein eHBA verfügbar ist – selbst wenn die Praxis ausschließlich die Online-Prüfung der elektronischen Gesundheitskarte durchführt.

Wie und woher erhalten Sie den eHBA? Der Antrag läuft über die BLZK.

Der Antragsprozess für den elektronischen Heilberufsausweis wird von der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) organisiert.

Alle Informationen zum Antragsprozess werden auf der Website der BLZK laufend aktualisiert. Häufige Fragen zum eHBA beantwortet die BLZK ebenfalls.
Alle niedergelassenen, angestellten und die übrigen Zahnärztinnen und Zahnärzte, die diesen Beruf ausüben und Mitglied der Kammer sind, haben Anspruch auf einen eHBA.

Aktivierung und Freischaltung des eHBA

Nachdem Sie Ihren eHBA und Ihren PIN/PUK-Brief erhalten haben, müssen Sie diesen durch Initialisierung der PIN aktivieren. Anschließend muss der eHBA bei dem Anbieter freigeschaltet werden.
Eine Beschreibung zur Freischaltung und Aktivierung des eHBA finden Sie auf der Website Ihres Diensteanbieters.
Beschreibungen auf den Websites der derzeit zugelassenen Vertrauensdiensteanbieter (VDA):
T-Systems International GmbH (Tochter Dt. Telekom AG)
D-Trust GmbH (Tochter Bundesdruckerei GmbH)

Mit der Aktivierung wird die Transport-PIN gebrochen. Zu wählen sind zwei eigene PINs: für die qualifizierte elektronische Signatur und die Verschlüsselung/ Authentifizierung. So wird sichergestellt, dass die Auslieferung sicher erfolgt ist und niemand den eHBA zuvor benutzt hat. Die Aktivierung soll mithilfe des Konnektors bzw. eines eHealth-Kartenterminals erfolgen und wird aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) angesteuert.

Bei Problemen mit dem Aktivieren des eHBA ist der Anbieter des eigenen PVS zu kontaktieren. Dieser ist verpflichtet, die Funktionalität umzusetzen. Die Software der meisten PVS-Anbieter unterstützt nach Angaben des Verbands Deutscher Dental-Software Unternehmen e.V. bereits die Aktivierung des eHBA, andere liefern diese mit dem nächsten Software-Update aus. Wer den eHBA noch nicht für konkrete Anwendungen benötigt, kann warten, bis der PVS-Anbieter das benötigte Update eingespielt hat.

Zur Aktivierung und Freischaltung gibt es nach Auskunft der Anbieter keine Fristen. Der eHBA verliert ohne Aktivierung und Freischaltung weder seine Gültigkeit, noch wird er gesperrt – aber er ist auch noch nicht nutzbar.

Registrierung des eHBA bei der KZVB

Der Nachweis, dass die Praxis über die erforderlichen Komponenten und Dienste (dazu gehört auch der eHBA) zum Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA) verfügt, ist bis zum 30.06.2021 zu erbringen. Der Nachweis ist über die Registrierung des eHBA auf der Seite der kzvb.de geplant. Die dafür notwendigen webseitigen Anwendungen sind im Aufbau.

Kostenerstattung für den eHBA

Der eHBA wird anteilig in Höhe von € 233,- (Einmalzahlung für 5 Jahre) refinanziert. Die Kostenerstattung für den eHBA erfolgt dabei ausschließlich durch den GKV-Spitzenverband. Dieser finanziert die Erstattung aus den Mitteln der Krankenkassen. Der KZVB kommt lediglich die Aufgabe zu, die Auszahlung vorzunehmen. Somit hat sie keinen Handlungsspielraum, was Anzahl und Höhe der zu zahlenden Pauschalen betrifft. Der Antrag steht zur Verfügung.

Ab wann und wie lange ist der eHBA gültig?

Der eHBA ist ab dem Tag der Freischaltung für 4 bzw. 5 Jahre (je nach Anbieter) gültig.

Wofür ist die Einwilligung zur Datenweitergabe an die KZVB erforderlich?

Besitzer eines eHBA erhalten eine Refinanzierungspauschale in Höhe von € 233,-. Diese Pauschale kann im Serviceportal der KZVB beantragt werden, wenn Sie die Aktivierung des eHBA durchgeführt haben und dessen Nutzung bestätigen. Notwendige Informationen hierzu erhalten wir in regelmäßigen Abständen von der BLZK, sofern Sie der Datenweitergabe zugestimmt haben. Zudem muss die KZVB zukünftig sicherstellen, dass nur dann ein Praxisausweis zum Einsatz kommen darf, wenn mindestens ein eHBA in der Praxis vorhanden ist. Auch hierfür benötigen wir Informationen zu den ausgegebenen eHBAen.

Welche Anwendungen ermöglicht der eHBA?

Der elektronische Heilberufsausweis ermöglicht Zahnarztpraxen medizinische Anwendungen der Telematikinfrastruktur zu nutzen. Dazu zählen unter anderem das Notfalldatenmanagement (NFDM) und der elektronische Medikationsplan (eMP) 
Detaillierte Informationen finden Sie auf der Website der Bundes-KZV Hinweis: Die Erläuterungen zur ZOD-Karte sind für Bayern nicht relevant.

Die an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Praxen sind - gem. TSVG, DVG und PDSG - seit dem 1. Januar 2021 zur Übermittlung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und zur Unterstützung der elektronischen Patientenakte (ePA) verpflichtet.

Im Lauf des Jahres 2021 soll den Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) zur Verfügung stehen. Der Rollout der in den Praxen dafür notwendigen Komponenten ist ab 1. Juli 2021 geplant. 

Für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gibt es eine Übergangsfrist bis 30. September 2021, da sowohl auf Seiten der Praxen als auch auf Seiten der Krankenkassen noch nicht alle Voraussetzungen für die eAU vorhanden sind.  Für die Durchführung der eAU ist neben einem eHealth-Konnektor der Dienst Kommunikation im Medizinwesen (KIM) sowie eHBA zwingend erforderlich.