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Finanzierung. Telematik.

Pauschale für die Telematikinfrastruktur.

aktualisiert: am 27.07.2026

Es gibt monatliche TI-Pauschalen pro Praxisstandort, die gestaffelt nach Praxisgröße und Grad der TI-Anbindung quartalsweise ausbezahlt werden.

Voraussetzungen

Sofern eine Praxis an die Telematikinfrastruktur (TI) angebunden ist, erfolgt die Zuordnung der TI-Pauschale auf Grundlage der übermittelten TI-Eigenerklärung. Mit dieser werden die in der Praxis eingesetzten TI-Anwendungen (weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Digitale Anwendungen) nachgewiesen.

Darüber hinaus ist die Anzahl der Behandler zum Quartalsende maßgeblich. Berücksichtigt werden neben den Vertragszahnärzten auch angestellte Zahnärzte mit einem Beschäftigungsumfang von mindestens 20 Wochenstunden am jeweiligen Praxisstandort.

Für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur werden neben einem Konnektor (oder einer alternativen Anschlussart) ein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA), ein Praxisausweis (SMC-B) sowie ein eHealth-Kartenterminal benötigt.

 

Die Praxis muss die Anbindung an die TI per sogenannter TI-Eigenerklärung für jeden Standort nachweisen. Melden Sie sich hierfür als Vertragszahnarzt über den 
Login Meine KZVB an und wählen Sie TI-Eigenerklärung aus.

Die TI-Pauschale umfasst auch die Kosten der mobilen Kartenterminals und des TI-Messengers, obwohl diese nicht verpflichtend sind.

FAQ zur TI-Finanzierung

Wie bekomme ich die TI-Pauschalen?

Um einem Praxisstandort eine TI-Pauschale zuordnen zu können, benötigen wir eine TI-Eigenerklärung. Darin bestätigen Sie, welche Pflichtanwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) an Ihrem Praxisstandort technisch nutzbar sind. 

Der Nachweis ist aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) erforderlich.

Wie hoch ist die TI-Pauschale?

Die Höhe der TI-Pauschale hängt ab von:

Wichtig: Fehlt der Nachweis für eine Pflichtanwendung oder einen Pflichtdienst (Haken in der TI-Eigenerklärung), muss die KZVB die monatliche TI-Pauschale um 50 % kürzen. Fehlen mehrere Pflichtanwendungen oder wurde keine TI-Eigenerklärung eingereicht, entfällt die TI-Pauschale vollständig.

Wie oft muss ich eine TI-Eigenerklärung übermitteln?

Die TI-Eigenerklärung ist grundsätzlich nur einmal je Praxisstandort erforderlich.

Sofern bei der erstmaligen Übermittlung noch nicht alle Pflichtanwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) übermittelt wurden, können die Angaben später ergänzt werden. 

Wichtig: In bestimmten Fällen muss eine neue TI-Eigenerklärung eingereicht werden. Dies gilt insbesondere bei: 

Wann werden die TI-Pauschalen ausbezahlt?

Die Auszahlung erfolgt quartalsweise: 

1. Quartal: Ende Juli 
2. Quartal: Ende Oktober 
3. Quartal: Ende Januar 
4. Quartal: April des Folgejahres 

Bitte beachten Sie: Für die Ermittlung der Praxisgröße ist jeweils der letzte Tag eines Quartals maßgeblich. Anschließend erstellt die KZVB die entsprechende Abrechnung gegenüber dem GKV-Spitzenverband. Nach Eingang der Zahlung durch den GKV-SV bei der KZVB, wird die TI-Pauschale mit dem nächsten Buchungslauf an Sie ausgezahlt.  

Dieser Prozess ist vom Gesetzgeber vorgegeben, sodass wir auf den zeitlichen Ablauf keinen Einfluss nehmen können.

Muss ich nach einem Wechsel der ABE-Nummer eine neue TI-Eigenerklärung übermitteln?

Ja, nach einem ABE-Wechsel muss eine neue TI-Eigenerklärung übermittelt werden, um die TI-Pauschalen dieser ABE-Nummer zuordnen zu können. Die Zuordnung erfolgt gemäß der Festlegung des BMG ab dem Folgemonat der TI-Eigenerklärung-Übermittlung.

Muss ich nach einer Praxissitzverlegung eine neue TI-Eigenerklärung einreichen?

Ja. Nach einer Verlegung des Praxissitzes muss eine neue TI-Eigenerklärung eingereicht werden, damit die TI-Pauschalen dem neuen Praxisstandort zugeordnet werden können.

Ich bin neu niedergelassener Zahnarzt. Welche Frist gilt für die Übermittlung der TI-Eigenerklärung?

Als komplett neu niedergelassener Zahnarzt, haben Sie bis zum Ende Ihres Niederlassung-Quartals Zeit die TI-Eigenerklärung zu übermitteln. Geht die TI-Eigenerklärung fristgerecht ein, so erhalten Sie ab dem 1. Monat Ihrer Niederlassung die TI-Pauschalen für Ihren Praxisstandort.

Ich habe neue Updates installiert oder neue TI-Komponenten gekauft. Erhalte ich hierfür eine Erstattung?

Gemäß der gesetzlichen Vorgabe werden keine einzelnen Komponenten, Dienste oder Praxisausstattungen refinanziert. Eine Kostenerstattung erfolgt nur im Rahmen der TI-Pauschale je Praxisstandort.

Ich wechsle von einem physischen Konnektor in der Praxis zur TI-Gateway-Lösung. Ändert sich die TI-Pauschale?

Die Höhe der TI-Pauschale ändert sich dadurch nicht. Es gelten die oben aufgeführten TI-Pauschalen.

Was deckt die TI-Pauschale ab?

Mit der TI-Pauschale werden die Kosten für die notwendige TI-Infrastruktur und deren Betrieb pauschal refinanziert. 

Von der gematik zugelassene Hardware:  

Sowie die gesetzlich vorgesehenen TI-Anwendungen: 

Was gehört zur Telematikinfrastruktur?

Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Überblick TI

Was bedeuten die TI-Anwendungen, die in der TI-Eigenerklärung zu übermitteln sind?

Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Digitale Anwendungen

Festlegung BMG

Der genaue Wortlaut der am 1.7.2023 in Kraft getretenen Festlegung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ist auf der Website der Bundes-KZV zum Download verlinkt.