Die professionelle Zahnarztpraxis-Website


Der Weg zu Ihrer virtuellen Visitenkarte

Patienten informieren sich zunehmend im Netz, bevor sie sich für eine Zahnarztpraxis entscheiden. Fakt ist ebenfalls, dass Menschen über den Eindruck, den der Internetauftritt vermittelt, Rückschlüsse auf die Zahnarztpraxis ziehen.

Planen Sie Ihren Webauftritt deshalb sorgfältig. Unsere Tipps sollen Sie dabei unterstützen.


Gesetzliche Vorschriften für die Praxis-Website

Impressum für die Praxis-Website

Bei der Entwicklung des Internetauftritts einer Zahnarztpraxis sind gesetzliche Vorschriften zu beachten.

Zunächst einmal sollte man schon vor der Einrichtung einer Website bei der Wahl des sogenannten Domainnamens, also der Adresse unter der Ihre Website im Internet abrufbar ist, Folgendes beachten: „schon die Verwendung einer Domain stellt eine Wettbewerbshandlung im Sinne des Paragrafen 2 Abs. 1 Ziffer 1 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) dar.“

Eine der wichtigsten Vorgaben, die das Telemediengesetz (TMG) vorschreibt, ist die Allgemeine Informationspflicht nach § 5. Die Angaben zur Anbieterkennzeichnung müssen in einem Impressum "leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar" sein. Das Impressum ist der "Personalausweis" Ihrer Website und sollte mit einem Mausklick von der Startseite Ihrer Praxis-Website erreichbar sein. Viele Praxen nehmen den Menüpunkt Impressum in die Navigations-Leiste Ihrer Homepage (= Startseite) an prominenter Stelle auf. 

Pflichtangaben im Impressum

Vorname und Nachname des Praxisinhabers und die Anschrift der Zahnarztpraxis gehören zu den Pflichtangaben. Bei einer Berufsausübungsgemeinschaft müssen die Namen aller Praxispartner und aller Praxissitze sowie die Rechtsform und die bzw. der Vertretungsberechtigte aufgeführt werden. Zudem Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme und unmittelbare Kommunikation ermöglichen: Telefon- und Faxnummern, E-Mail-Adresse. (E-Mails sollten täglich bearbeitet werden. Können Sie das nicht sicherstellen, dann weisen Sie darauf hin und bitten den Patienten, bei dringenden Anliegen anzurufen. Nichts wirkt im Geschäftsleben unprofessioneller als E-Mails, die tagelang unbeantwortet bleiben.)

Aufsichtsbehörde, Kammer, Berufsbezeichnung, berufsrechtliche Regelungen

Die gesetzlichen Vorgaben für ein vorbildliches Impressum mit allen berufsrechtlichen Pflichtangaben finden Sie in der Checkliste der Bayerischen Landeszahnärztekammer 
(Link zur PDF-Datei der März-Ausgabe 2013 des Bayerischen Zahnärzteblatts).
Die berufsrechtlichen Regelungen, die Sie verlinken, finden Sie auf der Website der BLZK unter dem Menüpunkt Recht > Berufsrechtliche Regelungen nach § 5 TMG: http://blzk.de/blzk/site.nsf/id/pa_berufsrechtliche_regelungen.html

Achtung: Die bayerischen Regelungen über die Behördenzuständigkeiten in Angelegenheiten der approbationsrechtlichen Aufsicht haben sich zum 1. Januar 2015 geändert. Zuständig sind seitdem nur noch die Regierung von Oberbayern und die Regierung von Unterfranken. Wer also in den Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz oder Schwaben zahnärztlich tätig ist, muss im elektronischen Impressum der Praxis-Website die Regierung von Oberbayern als zuständige Approbationsbehörde angeben, wer in den Regierungsbezirken Ober-, Mittel- oder Unterfranken eine Zahnarztpraxis betreibt, die Regierung von Unterfranken.

Eine zusätzliche Verlinkung auf den Zahnarzt-Notdienst ist ein hilfreicher Service für Ihre Patienten: www.notdienst-zahn.de
Dort können Notfallpatienten bei dringenden Zahnproblemen außerhalb der üblichen Zahnarztpraxis-Öffnungszeiten den Not- und Bereitschaftsdienst in ihrer Nähe anhand einer Landkarte finden. Die Bezirkstellen halten die Daten auf dem neuesten Stand.
Dieser Service läßt sich auch über die App Zahnärzte BY nutzen: Sie können das Bild mit dem QR-Code in Ihre Website einbinden.

Individuell oder "von der Stange"

Ein individuell gestalteter Webauftritt hat im Gegensatz zu vorgefertigten Seiten nach einem Baukastensystem ganz klar den Vorteil, dass eigene Ideen und Vorstellungen umgesetzt werden können. Deshalb sollte von Anfang an ein Profi dabei sein, wenn Sie sich für diesen Weg entscheiden.

Webagenturen und Webdesigner gibt es "wie Sand am Meer". Googeln Sie nach Zahnarztpraxen im Internet. Rufen Sie die Kollegen, deren Webauftritte Ihnen besonders gut gefallen, an und fragen nach dem Designer, falls dieser nicht im Impressum genannt wurde.

Legen Sie für sich ein Anforderungsprofil fest, in dem Sie aufschreiben, was Ihr Webauftritt beinhalten soll, bevor Sie Angebote anfordern. Nur so sind Angebote vergleichbar. Überlegen Sie auch, ob Sie Ihre Website selber pflegen wollen. Das ist mit einem entsprechenden Content Management System (CMS) wie zum Beispiel WordPress ganz ohne Programmierkenntnisse und zusätzliche Kosten möglich. Wenn diese Arbeiten vom Webdesigner übernommen werden sollen, erfragen Sie Umfang und Kosten.


Wieviel kostet eine Praxis-Website?

Hier eine verbindliche Aussage zu treffen, ist nicht möglich und hängt von vielen Komponenten ab. Zum Beispiel, ob Texte und Bildmaterial vorhanden sind oder von Dienstleistern erstellt werden müssen. Eine kleine Website mit ca. 10 – 15 Seiten, die ein Profi anfertigt, ist preislich im unteren vierstelligen Bereich angesiedelt.

Corporate Design

Ein guter Internet-Auftritt zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Design der Website und die Darstellung der Praxis (Farben, Logo) mit der Realität übereinstimmen.

Das heißt, im Webauftritt werden dieselben Farben, Logos, Schriften und Slogans verwendet, die auch im realen Praxisalltag in den Praxisräumen, auf dem Praxisschild, auf Visitenkarten und Flyern bereits verwendet werden. Dies dient der Orientierung, denn Corporate Design vermittelt einen hohen Wiedererkennungswert.

Texte und Bilder - woher nehmen und nicht stehlen?

Inzwischen dürfte es sich herumgesprochen haben, dass auf keinen Fall Texte und Bilder aus dem Netz gefischt und für die eigene Website genutzt werden dürfen. Ein guter Webdesigner weiß das.

Für Bilder, Fotos und Texte, die Sie nicht selber angefertigt bzw. geschrieben oder in Auftrag haben anfertigen oder schreiben lassen, müssen Sie nachweislich die Nutzungsrechte besitzen. Lassen Sie sich daher Einverständniserklärungen, die Sie eingeholt haben, immer schriftlich geben. So kann man auch mit Fotos der Praxismitarbeiter verfahren, denn das Recht am eigenen Bild ist ein Persönlichkeitsrecht. Zudem ist auch bei Bildern Vorsicht geboten, die den Inhaber und Mitarbeiter bei der Arbeit oder die technische Ausstattung im Detail zeigen.

Patienten informieren sich vor dem Arztbesuch im Internet

Leipziger Medizinpsychologen interviewten 2010 in einer repräsentativen Stichprobenbefragung 2.411 Personen zur gesundheitsbezogenen Internetnutzung. Der Leiter der Studie, Prof. Elmar Brähler, zog schließlich das Fazit:"Das Internet spielt eine nicht zu vernachlässigende Rolle als Gesundheitsratgeber“.
Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Deutschen suchen im Internet Gesundheitsinformationen. Da nicht alle Deutschen im Web surfen, ist die Anzahl der Gesundheitsinteressierten unter den Internetnutzern wesentlich größer, nämlich 63 Prozent.
Als Lotsen durch den Informationsdschungel sieht die Mehrheit Ärzte, Apotheker, Familienangehörige und Freunde. Damit kommen deren Beiträge im Internet eine besondere Bedeutung zu.

Patientengerechte Texte

Geben Sie patientengerechte zahnmedizinische Infos. Vermeiden Sie Fachausdrücke oder liefern Sie eine Übersetzung dazu. Beschreiben Sie Ihre Behandlungsschwerpunkte.

Mit Fachausdrücken geraten Sie auch bei Suchmaschinen ins Hintertreffen, weil Suchmaschinen ein Ranking Ihrer Site unter anderem auch danach vornehmen, mit welchen Begriffen Patienten nach Zahnarztinfos suchen und ob diese Begriffe auf Ihrer Site vorhanden sind. Kaum ein Patient sucht nach zahnärztlichen Infos oder nach Zahnarztpraxen mit Fachbegriffen. Schreiben Sie also besser Zahnfleischentzündung statt Gingivitis.

Internetsurfer recherchieren die Ferien, Öffnungszeiten, Kontaktdaten, das Parkplatzangebot und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ebenso wie die Arbeitsschwerpunkte und die Atmosphäre der Praxis.

Es ist von Vorteil häufig Gesuchtes gleich auf der Startseite der Website zu platzieren.

Tipps zur Technik

Viele Patienten nutzen heutzutage mobile Endgeräte, also Tablet Rechner und Smartphones, um sich über Zahnarztpraxen zu informieren.
Deswegen sollte bei der Website-Planung bedacht werden, dass viele dieser Geräte kein Flash darstellen können: besonders wichtige Informationen sollten nicht auschließlich innerhalb eines Flash-Films angeboten werden.

Damit Sie nichts vergessen...

Hier haben wir die wichtigsten Infos dieser Seite als pdf-Datei zum Herunterladen zusammengefasst und geben zusätzlich weitere Tipps und Hinweise für eine professionelle Praxis-Website.
Checkliste für Ihre Praxis-Website


Viele Zahnarztpraxen pflegen auch eine Facebook-Seite. Dort gilt es auch Einiges zu beachten.
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